Politik

Wissenschaftsrat fordert „Zukunftspakt“ für das Wissenschaftssystem

Montag, 15. Juli 2013

Berlin ­ – Bund und Länder sollten möglichst schon im nächsten Jahr einen „Zukunftspakt“ für Forschung und Lehre bis 2025 schließen. Das fordert der Wissenschaftsrat in seinen Empfehlungen zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems, die er heute in Berlin vorstellte. Der „Zukunftspakt“ soll die bestehenden Förderinitiativen - Hochschulpakt, Pakt für Forschung und Innovation sowie Exzellenzinitiative – ablösen, die in den nächsten Jahren auslaufen.

Kernpunkt der Empfehlungen des Gremiums ist eine Stärkung der Hochschulen, die künftig  besser ausgestattet und mit ausreichenden Grundmitteln versorgt werden müssten. „Das Wissenschaftssystem braucht keine Revolution. Es hat seine Entwick­lungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Gerade die Exzellenzinitiative hat im gesamten System für Aufbruchsstimmung gesorgt und die Umsetzung neuer Ideen ermöglicht“, sagte der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Wolfgang Marquardt.

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„Auf das Bestehende lässt sich gut aufbauen, unter der Voraussetzung, dass Bund und Länder ihre Anstrengungen für ein von handlungsfähigen Hochschulen geprägtes, kooperativ vernetztes Wissenschaftssystem auch in Zukunft in gemeinsamer Verantwortung fortsetzen.“

Der Wissenschaftsrat empfiehlt dazu ein Bündel von Maßnahmen: Die bestmögliche Förderung und Qualifizierung von Menschen, die Steigerung der Attraktivität des Wissenschaftssystems, die Stärkung der Hochschulen als Zentren des Wissenschafts­systems, die Etablierung geeigneter Instrumente und Anreize für eine mehrdimensionale horizontale und vertikale Differenzierung, die Gestaltung förderlicher, den spezifischen Gesetzmäßigkeiten der Wissenschaft entsprechender Rahmenbedingungen, die Eröffnung von Gestaltungsspielräumen, die Übertragung des Mehrwerts der außeruniversitären Forschungslandschaft auf das gesamte Wissenschaftssystem und die Intensivierung vielfältiger Zusammenarbeit.

Auf die besondere Bedeutung der Universitäten hatte auch die Deutsche Forschungs­gemeinschaft bei ihrer Jahresversammlung Anfang Juli in Berlin verwiesen. Sie forderte für diese ebenfalls eine deutlich bessere finanzielle Grundausstattung. © ER/aerzteblatt.de

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