Politik

Pflegerat bewertet Positionen der Parteien zur Pflege

Donnerstag, 22. August 2013

Berlin – Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat die Positionen der Parteien zur Ausbildung, den Arbeitsbedingungen und der Entlohnung von Pflegekräften zusammengestellt und in Form von 13 sogenannten Wahlprüfsteinen veröffentlicht. „Pflegende in Deutschland können sich jetzt über die Positionen der Parteien informieren und bei der Wahl dafür sorgen, dass Pflege in der Politik zu einem bestimmenden Thema wird“, sagte Andreas Westerfellhaus, Präsident des DPR.

Der Verband fordert eine „umfassende Neuordnung der Pflege“ – nur so werde der Pflegeberuf für junge Menschen wieder attraktiver und für Berufsangehörige akzeptier­bar, sagte Franz Wagner, Vize-Präsident des DPR und Bundesgeschäftsführer des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe.

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Der DPR fordert eine grundlegende Reform der Pflege- und Hebammenausbildung. „Es bedarf einer Zusammenführung der drei Pflegeberufe zu einem neuen generalistischen Beruf (mit Schwerpunktbildung) sowie der regelhaften Möglichkeit des Berufszugangs über primär qualifizierende Studiengänge“, heißt es in den Wahlprüfsteinen. Wichtig sei außerdem, mehr Pflegende auszubilden und „eine auskömmlichen Ausbildungs­finanzierung“ sicherzustellen.

Der DPR fordert außerdem, die Personalausstattung für die Pflege gesetzlich verbindlich festzulegen. „Diese ist durch eine aufwandsgerechte Vergütung der pflegerischen Versorgung durch einen Ausgleich im Finanzierungssystem abzusichern und damit attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen“, heißt es in den Wahlprüfsteinen.

„Wahlversprechen gab es schon vor anderen Bundestagswahlen, ohne dass danach etwas wirklich Substanzielles für die Pflege geschehen ist“, sagte Westerfellhaus. Der DPR werde daher auch nach der Wahl die Verantwortlichen öffentlichkeitswirksam an ihre Versprechungen erinnern © hil/aerzteblatt.de

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