Politik

Baden-Württemberg braucht 2030 mindestens 50.000 zusätzliche Pflegekräfte

Donnerstag, 5. September 2013

Stuttgart – Im Dezember 2009 waren in Baden-Württemberg 246.038 Personen im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes pflegebedürftig. Landesweit wurden etwa zwei Drittel der Pflegebedürftigen zu Hause versorgt und ein Drittel stationär in Pflegeheimen. Im Jahr 2030 werde es in dem Bundesland rund 352.000 Pflegebedürftige geben, also rund 43 Prozent mehr als 2009, heißt es in dem neuen Landesqualitätsbericht zur Pflege in Baden-Württemberg. Herausgeber ist das Landesgesundheitsministerium.

Für die Versorgung von 133.669 pflegebedürftigen Personen durch die stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen Baden-Württembergs standen zum Jahresende 2009 landesweit rund 106.000 Beschäftigte in Voll- oder Teilzeit zur Verfügung – die übrigen Pflegebedürftigen wurden von ihren Angehörigen ohne professionelle Hilfe betreut. In den stationären Einrichtungen waren 80.824 Personen und in den ambulanten Einrich­tungen 25.174 Personen beschäftigt, davon etwa 85 Prozent Frauen.

Anzeige

Werden die heutigen Versorgungsstrukturen für die kommenden 25 Jahre fortge­schrieben, läge der Personalbedarf an Pflegekräften und anderem Pflegepersonal laut dem Bericht im Jahr 2030 um mehr als die Hälfte höher als zur Zeit. „Dieser Trend könnte noch verstärkt werden, wenn aufgrund eines sinkenden familiären Pflegepotenzials mehr Pflegeleistungen im ambulanten und/oder stationären Bereich erbracht werden müssten“, heißt es dort. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

kairoprax
am Freitag, 6. September 2013, 11:59

TRANSPARENZMÄNGEL, BETRUG UND KORRUPTION IM BEREICH DER PFLEGE UND BETREUUNG


Die Studie unter diesem Namen ist 57 SDeiten lang und gfindet sich unter der Internetadresse
http://www.transparency.de/fileadmin/pdfs/Themen/Gesundheitswesen/Studie_Transparenzmaengel__Betrug_und_Korruption_im_Bereich_der_Pflege_und_Betreuung.pdf

Sie ist so lesenswert, daß man eine Progrnoise über den Bedarf von 2030 (das ist in knapp einer Generation!) so wie sie hier dagestellt ist, nicht merh unter dem Oberbegriff "Bedarf", sondern mehr unter dem Begriff "neue Märkte erschließen" ablegen wird.
Ablegen.
Ich brauche nicht mehr zu schreiben, denn die Studie ist erschreckend aufschlußreich.

Dr.Karlheinz Bayer
5.000 News Politik

Nachrichten zum Thema

28.06.16
Pflegeberatung: Jetzt sind die Kommunen am Zug
Berlin – Die Kommunen können sich künftig verstärkt in die Beratung Pflegebedürftiger und ihrer Angehörigen einbringen. Das sieht das dritte Pflegestärkungsgesetz (PSG III) vor, dass das......
22.06.16
Studie: Heimleitungen mit Pflegepolitik unzufrieden
Berlin – Die große Mehrheit der Heimleiter ist mit der Altenpflegepolitik in Bund und Ländern nach einer Umfrage sehr unzufrieden. 86 Prozent der befragten Heimleiter und Geschäftsführer kritisierten......
15.06.16
Berlin – Gewalt gegen ältere Menschen ist kein Einzelfall und bleibt für Außenstehende oftmals verborgen. Gezielte Aufklärung sowie die Bereitschaft, über das Problem zu sprechen, sind Voraussetzungen......
07.06.16
Stuttgart – Der baden-württembergische Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) fordert höhere Löhne für die Pflegekräfte im Land. Pfleger müssten finanziell mit Metallarbeitern gleichgestellt werden,......
06.06.16
Weg in die Berufsunfähigkeit beginnt bei Pflegekräften meist schleichend
Koblenz – Ein Drei-Phasen-Modell soll erklären, wie Pflegekräfte in die Berufsunfähigkeit rutschen und wo Interventionen sinnvoll und nötig sind, um dies zu verhindern. Entwickelt hat es eine......
30.05.16
Baden-Württemberg: Neue Landesregierung will Engagement gegen Ärztemangel fortsetzen
Stuttgart – Der neue Sozial- und Integrationsminister in Baden-Württemberg, Manfred Lucha (Bündnis90/Grüne), will medizinische Versorgungsangebote im Land gemeinsam mit den Akteuren des......
25.05.16
Neue Auswertung von Pflege-TÜV-Daten zeigt Unterschiede zwischen Einrichtungen
Gütersloh – Eine Neuauswertung von Daten des sogenannten Pflege-TÜV hat die Bertelsmann Stiftung zusammen mit Dachverbänden von Patienten- und Verbraucherorganisationen vorgelegt. Im Rahmen des......

Fachgebiet

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige