Politik

Zusatznutzen von Vandetanib bei Schilddrüsenkrebs altersabhängig

Freitag, 6. September 2013

Köln – Jüngere Schilddrüsenkrebspatienten können von der Behandlung mit Vandetanib durch verzögerte oder verringerte Schmerzen leicht profitieren, während das neue Medikament erkrankten Personen über 65 Jahren im Vergleich zur Standardtherapie eher schadet. Das hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheits­wesen (IQWiG) im Rahmen einer Auswertung  zusätzlicher Studiendaten ermittelt. 

Demnach ist der Nutzen von Vandetanib zum einen stark altersabhängig. Zum anderen verursache der Wirkstoff jedoch unabhängig vom Alter der Patienten häufiger Nebenwirkungen in Form von sogenannten schweren unerwünschten Ereignissen sowie  Hautausschlägen.

Anzeige

Entsprechend sieht das IQWiG bei den unter 65-Jährigen sowohl positive als auch negative Effekte und setzte das Ausmaß des Zusatznutzens von „beträchtlich“ auf „gering“ herab. Ausschließlich negative Effekte verzeichnet die Bewertung dagegen bei der Gruppe der über 65-Jährigen: Hier gebe es im Vergleich zur Standardtherapie „erheblichen“ beziehungsweise „beträchtlichen“ Schaden in Form der Nebenwirkungen.

Vandetanib (Caprelsa®) ist seit Februar 2012 in Deutschland zur Behandlung von Patienten mit einer bestimmten Form von aggressivem Schilddrüsenkrebs zugelassen.

© hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Politik

Nachrichten zum Thema

05.12.16
IQWiG: Biomarker-Test bei Brustkrebs derzeit keine Entscheidungs­grundlage für Chemotherapie
Köln – Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sieht derzeit weder einen Nutzen noch einen Schaden für eine Patientin mit einem primären Mammakarzinom, wenn sie......
21.11.16
Kaum Studien zur optischen Kohärenztomographie bei Makuladegeneration
Köln – Bislang ist unklar, ob Patienten mit altersbedingter Makuladegeneration oder einem diabetischen Makulaödem von einer optischen Kohärenztomographie (OCT) zur Therapiesteuerung profitieren. Das......
17.11.16
Köln – Bestimmte Lungenkrebs-Patienten profitieren von einer Behandlung mit dem monoklonalen Antikörper Pembrolizumab (Handelsname Keytruda). Das berichtet das Institut für Qualität und......
16.11.16
Brustkrebs: IQWiG findet Vorteile von Aromatasehemmern
Köln – Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium profitieren von einer Therapie mit Wirkstoffen aus der Klasse der Aromatasehemmer. Das ist das Ergebnis eines Abschlussberichtes, den das Institut für......
15.11.16
Köln – Die Hornhautvernetzung bietet Patienten mit einem Keratokonus einen Vorteil gegenüber einer rein symptomatischen Therapie. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Qualität und......
14.11.16
Extrakorporaler Stoßwellentherapie bei Fersenschmerz besser als Placebo
Köln – Die extrakorporale Stoßwellentherapie ist bei Reizung und Entzündung der plantaren Sehnenplatte am Fersenbein besser als Placebo. Ob die Stoßwellentherapie aber im Vergleich zu anderen......
11.11.16
Berlin – Die freie Preisbildung für ein Arzneimittel im ersten Jahr der Markteinführung soll künftig nur bis zum Erreichen eines Schwellenwerts von 250 Millionen Euro gelten. Danach gilt der zwischen......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige