Ausland

Arbeitsplätze: Gesundheitswesen mit dem größten Potenzial in Europa

Montag, 9. September 2013

Brüssel/Stuttgart – Das Gesundheitswesen ist in Europa die Branche mit dem größten Jobpotenzial. Die Beschäftigung im europäischen Gesundheitswesen stieg zwischen 2008 und 2012 jährlich um fast zwei Prozent. Allein 2012 gab es fast eine Millionen neue Stellen. Pflegeberufe verzeichneten dabei das stärkste Wachstum. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Europäische Monitor für offene Stellen, den die Europäische Kommission heute veröffentlicht hat.

„Wir müssen hier dringend in die Aus- und Fortbildung investieren“, sagte László Andor, Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration. Gründe für großen Bedarf an Arbeitskräften seien die alternde Bevölkerung aber auch die Tatsache, dass die Menschen an ihre Gesundheitsvorsorge größere Erwartungen stellten, so Andor.

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Die große Bedeutung des Gesundheitswesens als Wirtschaftszweig wird am Beispiel Baden-Württembergs deutlich: Es ist in dem Bundesland die Branche mit den meisten Beschäftigten. Im Dezember 2012 haben nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) rund 287.500 der insgesamt 4,1 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen Beruf im Medizinbetrieb ausgeübt. Das entspricht einem Anteil von sieben Prozent.

Das Gesundheitswesen hat damit den Einzelhandel überholt, in dem Ende des vergan­genen Jahres rund 287.000 Menschen beschäftigt waren. Die drittstärkste Branche ist der Maschinenbau mit 270.000 Beschäftigten vor der öffentlichen Verwaltung (215.000) und der Autoindustrie (203.000). Die TK beruft sich dabei auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Ende 2008 war der Maschinenbau mit 274.000 Beschäftigten noch die Nummer eins, knapp vor dem Einzelhandel (273.000). Im Gesundheitswesen fanden damals 266.000 Menschen Arbeit. © hil/aerzteblatt.de

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