Ausland

Sterbehilfe­organisation „Exit“ öffnet Zweigstelle bei Basel

Mittwoch, 18. September 2013

Zürich – Die Suizidhilfeorganisation „Exit“ eröffnet am 1. Oktober eine Zweigstelle in Binningen bei Basel. Für 6. November plane man dort einen „Tag der offenen Tür“, berichtet die Basler Zeitung vom Mittwoch. Rund zwei Jahre habe die Organisation nach einem geeigneten Standort im Großraum Basel gesucht. Von den landesweit rund 70.000 Mitgliedern lebten dort etwa 15.000. Nach Angaben der Zeitung hat „Exit“ den Gemeinderat von Binningen vorab informiert; das Echo sei positiv gewesen.

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„Exit“ hat bislang seine Geschäftsstelle in Zürich und je eine Zweigstelle in Bern und im Tessin. Im Gegensatz zur Organisation „Dignitas“ nimmt „Exit“ nur Menschen mit Wohnsitz in der Schweiz auf. 2012 leistete „Exit“ in 356 Fällen Beihilfe zum Suizid.

Die Schweiz hat sehr liberale Regelungen bei der begleiteten Selbsttötung. Die beiden im Kanton Zürich beheimateten Sterbeorganisationen führen die meisten der jährlich mehr als 500 Freitodbegleitungen in der Schweiz durch.

„Exit“ registrierte 2012 mit rund 7.000 Personen so viele Neuanmeldungen wie noch nie. Seit Januar 2013 gilt ein überarbeitetes Erwachsenenschutzrecht. Dadurch sind Patientenverfügungen noch wichtiger, weil Ärzte nun landesweit verpflichtet sind, aktiv nach einer solchen Verfügung zu fragen. Bislang galten in den Schweizer Kantonen unterschiedliche Regelungen.

© kna/aerzteblatt.de

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