Politik

Pflegeverband fordert mehr Unterstützung bei Umschulung Arbeitsloser

Freitag, 27. September 2013

Berlin – Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) hat die Bundes­agentur für Arbeit (BA) für ihre Förderpolitik kritisiert. Insbesondere die Umschulungen von Arbeitslosen zu Altenpflegern würden nicht ausreichend unterstützt, so der bpa. Aktuellen BA-Zahlen zufolge gebe es arbeitssuchende Altenpflegehelfer, die trotz Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive nicht gefördert werden, bemängelte der Verband.

„Es ist skandalös, dass die BA dringend benötigte Arbeitskräfte zur Untätigkeit verdammt, statt sie eher heute als morgen zu Pflegefachkräften weiterzubilden und das Ausbildungs­platzangebot der Pflegeeinrichtungen wahrzunehmen“, kritisierte bpa-Präsident Bernd Meurer.

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Ende letzten Jahres hatten Bundes- und Landesministerien, die BA, der bpa und weitere Verbände eine Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive gestartet, um mehr Menschen für den Beruf der Altenpflege und die Ausbildung zu begeistern, die Verweildauer im Beruf und die Arbeitszufriedenheit zu steigern sowie eine qualifizierte Zuwanderung zu ermöglichen.

Der bpa erklärte sich im Rahmen dessen bereit, umgehend mindestens 4.000 Pflegehelfer zu qualifizieren und ihnen Ausbildungsplätze anzubieten. Die BA wiederum sicherte zu, die Teilnahme an diesen Weiterbildungen bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen zu fördern.

„Nach den aktuellen Zahlen setzt die BA ihre Zusage nicht um“, sagte Meurer. Die Landesgeschäftsstellen und die Mitglieder warteten ebenso darauf wie die Altenpflegeschulen und die Arbeitssuchenden. „In ihrem Interesse fordern wir die Einleitung von Sofortmaßnahmen“, erklärte der bpa-Präsident. © hil/aerzteblatt.de

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