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Besondere Herausforderungen der Frontotemporalen Demenz

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Berlin – Die Frontotemporale Demenz (FTD) stellt Angehörige, Pflegekräfte, Ärzte und Wissenschaftler vor besondere Herausforderungen. Darauf hat die Deutsche Alzheimer Gesellschaft Ende September nach einer Tagung zur FTD hingewiesen.

Die Erkrankung greift besonders den Stirn- und Schläfenlappen des Gehirns an. Anders als die Alzheimer-Krankheit tritt sie häufig bereits vor dem 60. Lebensjahr auf. Die Familien stehen damit vor der Situation, dass die Erkrankten vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden müssen und oft noch Kinder haben, die sich in der Schule oder Ausbildung befinden.

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Die Patienten passen aufgrund ihres Alters nicht in die Pflege- und Betreuungs­ein­richtungen der Altenhilfe. Deshalb seien neue und innovative Formen der ambulanten Betreuung notwendig. Klinisch stehen laut Janine Diehl-Schmid, Oberärztin am Zentrum für Kognitive Störungen im Klinikum rechts der Isar in München, Persönlichkeits­veränderungen und Verhaltensstörungen im Vordergrund der Krankheit, die das Zusammenleben sehr schwierig machen könnten. Geeignete Unterstützungsangebote seien bisher kaum zu finden.

„Was uns wirklich weiterbringt ist die Vernetzung“, sagte Markus Otto von der Neuro­logischen Universitätsklinik in Ulm auf der Tagung der Alzheimer Gesellschaft. An einer FTD seien in Deutschland rund 30.000 Menschen erkrankt, deshalb sähen die Ärzte in den einzelnen Unikliniken jeweils nur eine kleine Zahl von Patienten pro Jahr, die an diesem Krankheitsbild litten.

Das „FTLD-Konsortium“, ein bundesweites Projekt zur Vernetzung von Forschungs­einrichtungen, führe jetzt die Erkenntnisse der einzelnen Wissenschaftler zusammen, um Ansätze für eine medikamentöse Therapie zu entwickeln. © hil/aerzteblatt.de

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