Ärzteschaft

Weiterbildung: Hartmannbund will keine Tarifverhandlungen mit Marburger Bund führen

Freitag, 25. Oktober 2013

Berlin – Der Hartmannbund hat es abgelehnt, mit dem Marburger Bund (MB) über die Gehälter von Weiterbildungsassistenten zu verhandeln. „Wir werden keine Arbeit­geberorganisation bilden, mit der der Marburger Bund dann Verhandlungen führen kann“, sagte der Vorsitzende des Hartmannbundes, Klaus Reinhardt, heute am Rande der Hauptversammlung des Verbandes in Potsdam.

Der 1. Vorsitzende des MB, Rudolf Henke, hatte am Mittwoch vor Journalisten erklärt, sein Verband warte darauf, dass die die niedergelassenen Ärzte vertretenden Verbände dem MB ein Konzept vorlegen, wie Weiterbildungsassistenten im ambulanten Bereich künftig dieselben Gehälter erhalten könnten wie im stationären Bereich. Die Ausar­beitung eines solchen Konzeptes hatte der diesjährige Deutsche Ärztetag in Hannover beschlossen.

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Henke hatte zudem darauf hingewiesen, dass der MB auch viele Ärzte vertrete, die im ambulanten Bereich tätig seien, als angestellte Ärzte in Praxisgemeinschaften und Medizinischen Versorgungszentren zum Beispiel. „Wir haben natürlich auch ein Interesse daran, dass diese Ärzte eine Vertretung haben“, sagte Henke. In einer Reihe von Bundesländern gebe es schon Entwicklungen in dieser Richtung.

Er könne das Ansinnen des Marburger Bundes verstehen, meinte Reinhardt heute. Der MB könne allerdings nicht davon ausgehen, alle angestellten Ärzte im ambulanten Bereich für sich zu reklamieren.

Der Hartmannbund werde zusammen mit den anderen ärztlichen Verbänden dafür Sorge tragen, dass die Weiterbildungsassistenten im ambulanten Bereich angemessen honoriert werden, so Reinhardt weiter. Einen Zeitplan für die Vorlage des entsprechen­den Modells gebe es jedoch noch nicht. „Bis Mitte nächsten Jahres wollen wir aber ein Ergebnis vorgelegt haben“, kündigte Reinhardt an.

Der Vorsitzende des Hartmannbundes sprach sich dabei für ein sogenanntes Rucksackmodell aus: „Dabei bekommt jeder Weiterbildungsassistent zu Beginn seiner Weiterbildungszeit einen finanziellen Rucksack, den er auf allen weiteren Stationen behält und der unter anderem von den Krankenkassen und den Krankenhäusern gefüllt wird.“

© fos/aerzteblatt.de

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