Politik

SPD beharrt auf Neuregelungen für Krankenversicherung

Montag, 28. Oktober 2013

Berlin – Die SPD will in den Koalitionsverhandlungen mit der Union auf weitreichenden Änderungen im System der Krankenversicherungen beharren. Vor allem sei in der privaten Krankenversicherung „die fehlende Wechseloption aus Verbraucher­schutz­perspektive unhaltbar“, sagte die SPD-Gesundheitsexpertin Carola Reimann der Welt am Sonntag. Sie bekräftigte die Forderung ihrer Partei nach einer Bürgerversicherung, mit einer Option für die Privatversicherten, in die gesetzliche Krankenversicherung zurückzukehren und dabei die Altersrückstellungen mitzunehmen.  

Derzeit können Privatversicherte de facto kaum die Krankenversicherung wechseln, weil sie dann den Anspruch auf aus den Altersrückstellungen finanzierte bezahlbare Beiträge im Alter verlieren würden.

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  • Mitglieder der AG Gesundheit der SPD 1/7

    Karl Lauterbach (Delegationsleiter)

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  • Mitglieder der AG Gesundheit der SPD 2/7

    Günter Baaske

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  • Mitglieder der AG Gesundheit der SPD 3/7

    Kristin Alheit

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  • Mitglieder der AG Gesundheit der SPD 4/7

    Cornelia Prüfer-Storcks

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  • Mitglieder der AG Gesundheit der SPD 5/7

    Carola Reimann

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  • Mitglieder der AG Gesundheit der SPD 6/7

    Alexander Schweitzer

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  • Mitglieder der AG Gesundheit der SPD 7/7

    Hilde Mattheis

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„Viele Versicherte konnten bei Abschluss ihrer Versicherung nicht erkennen, dass wichtige Leistungen fehlen und die Beiträge explodieren. Diese haben dann keine Möglichkeit mehr, das zu korrigieren“, kritisierte Reimann. Hier werde sich die SPD für Veränderungen einsetzen. Reimann nimmt für die SPD an den Koalitionsverhandlungen zum Thema Gesundheit teil.

Auf Korrekturen drängte in der WamS auch die Grünen-Gesundheitsexpertin Biggi Bender. Derzeit seien die Kunden „de facto babylonische Gefangene der Versicherer“. „Da ist die Politik gefragt, Änderungen zu erzwingen", sagte demselben Blatt auch der Vorsitzende des Bundes der Versicherten, Axel Kleinlein.

  • Mitglieder der AG Gesundheit der CDU/CSU 1/10

    Jens Spahn (Delegationsleiter)

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  • Mitglieder der AG Gesundheit der CDU 2/10

    Emine Demirbüken-Wegner

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  • Mitglieder der AG Gesundheit der CDU 3/10

    Michael Hennrich

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  • Mitglieder der AG Gesundheit der CDU 4/10

    Maria Michalk

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  • Mitglieder der AG Gesundheit der CDU 5/10

    Christine Clauß

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  • Mitglieder der AG Gesundheit der CDU 6/10

    Karl-Josef Laumann

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  • Mitglieder der AG Gesundheit der CDU 7/10

    Michael Schierack

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  • Mitglieder der AG Gesundheit der CSU 8/10

    Johannes Singhammer

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  • Mitglieder der AG Gesundheit der CSU 9/10

    Stephan Stracke

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  • Mitglieder der AG Gesundheit der CSU 9/10

    Melanie Huml

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© afp/aerzteblatt.de

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Senbuddy
am Donnerstag, 31. Oktober 2013, 07:02

Wer als Bauer keine Kuh hat... (@MTFJ)

Nicht nur Ärzte sind für die PKV. Auch der weit überwiegende Teil der privat Versicherten möchte sehr gerne in einer bezahlbaren Privaten bleiben.

Natürlich meckert man an der PKV, wenn Beiträge steigen. Aber wenn es dann in manchen Ausnahmen mal konkret möglich ist, will kaum jemand zurück. Dann kommt gerade bei Älteren nämlich stets die Frage "Wie ? Soll ich auf meine Privatleistungen verzichten ? So war das nicht gemeint !"

Das Gemecker von privat Versicherten fällt aber auch öffentlich wesentlich mehr auf als bei den brav gesetzlich Versicheten. Denn an den Preisen meckern gesetzlich Versicherte eher nicht, weil man in der GKV eher das Gefühl hat, dass mann "ja sowieso nichts tun kann" und sich den mittlerweile 9,475 % Eigenanteil (!) für Krankheit + Pflege hilflos ausgeliefert fühlt. Bei den PKVen kann man dagegen ja schon so einiges gegen überhöhte Beiträge tun (Tarifwechsel, für manche sogar Gesellschaftswechsel, Einführen von Selbstbehalten, eigene innertarifliche Altersrückstellungen usw.), bei der GKV kann man das alles nicht: Es gibt den totalen Einheiutsbeitrag und z.B. auch Selbstbehalttarife sind dort so gestaltet, dass sie sich nie lohnen.

Ein hochkomplexes Thema, aber eben nicht nur aus Ärztesicht. Denn wer einige Zeit Privatpatient war und dabei auch mal "so richtig krank war", weiß meistens seine private Versicherung sehr zu schätzen. Und solche "Erschwernisse" wie das Selbst - Abrechnen in der PKV sind da wohl eher das kleinste Übel. Nein MTJF, es sind nicht nur die Ärzte, die die PKV erhalten wollen, es sind auch und vor alle die privat versicherten Patienten.

Und wer es nicht kennt, privat versichert zu sein, sollte eher dafür sein es selbst kennen zu lernen, als eine Neiddebatte gegen Ärzte anzufachen:

Wenn der Nachbar eines Bauern eine Kuh hat und man selbst keine, ist es besser sich auch um eine eigene Kuh zu bemühen als die des Nachbarn umzubringen...

Viele Grüße
S.
Senbuddy
am Donnerstag, 31. Oktober 2013, 06:23

Eine höchst einseitige Forderung....

...die Frau Reimann da stellt.

Ein zurück in die Gesetzliche mag ja für manchen sinnvoll sein, aber bitteschön doch wohl nicht unter Mitnahme von Geld ! Oder soll in dem Modell jemand, der von der GKV in die PKV wechselt, dann auch von der GKV (z.B. je nach Jahren seiner Mitgliedschaft) eine gleich hohe Zahlung an die PKV erhalten ? So wie es bei einem Wechsel von PKV zu PKV sein könnte. Aber daran denkt Frau R. wohl eher nicht...

Immerhin mußte man als jüngerer privat Versicherter in vernünftig kalkulierenden Tarifen viele Jahre lang erhöhte Beiträge für die Rücklagen der Gesellschaften zahlen. So haben die PKVen im Schnitt ca. € 15.000,- Rücklagen pro privat Versichertem. Und die wollen Frau Reimann und Konsorten "mal so eben" enteignen ? Unglaublich !

Glücklicherweise würden solche Pläne ja vermutlich vor dem Verfassungericht landen. Allerdings weiß man auch nie, was passiert, wenn eine Regierung eine 2/3 - Mehrheit im Bundestag hat. Da sind ja sogar Verfassungsänderungen möglich. Und Leute wie der Herr Lauterbach wären da gnadenlos in Ihrer Verbohrtheit.

Man kann Herrn Spahn wirklich nur ein ausreichendes Verhandlungsgeschick und vor allem einen entsprechenden Rückhalt in seiner Partei wünschen. Damit er nicht aus "Sachzwängen" (nach dem Motto: "Ihr verzichtet auf den Mindestlohn und dafür bekommt Ihr Eure Bürgerversicherung" o.ä.) vom Rest der CDU- ler "verkauft" wird.

Viele Grüße
S.
MTJF
am Montag, 28. Oktober 2013, 17:24

Seien wir Ärzte doch mal ehrlich

Wir wollen die PKV nur behalten, weil wir hier höhere Honorare generieren können bzw. im Krankenhaus durch Poolbeteiligung mehr verdienen können. Dafür initiieren wir teils abstruse, teure, völlig sinnlose und überflüssige Diagnostik und Therapien. Bezüglich der Situation, dass wir auch selbst Krankenversicherte sind würden die meisten von uns (insbesondere die mit Kindern) lieber heute als morgen die PKV wieder verlassen, wenn sie nur könnten, da sie genauso von den jährlichen Briefen mit dem Tenor "Sie haben sich für eine ganz tolle Versorgung entschieden und sicher haben Sie auch Verständnis dafür, dass dies alles viel Geld kostet, deshalb müssen wir leider die Beiträge erhöhen..." genervt sind! Die in Wahrheit völlig unerheblichen Vorteile, dass man z. B. wegen Fußpilz einen schnelleren Termin beim Facharzt bekommt sind im Fall der Fälle (wirklich schwere Erkrankung) völlig wurscht, da man sowohl als gesetzlich als auch privat Versicherter dann in Deutschland sehr gut versorgt ist. Ganz zu schweigen davon, dass man als privat Versicherter sich mit seiner PKV dann oftmals im Stadium einer teuren, schweren Erkrankung auch noch um Übernahme / Einreichung von Kosten herumschlagen muss, wo man die ganze Zeit und Energie dafür bräuchte, mit der Krankheit fertig zu werden...
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