Politik

Krankenhaus­gesellschaft weist Union und SPD auf Kostendruck in Kliniken hin

Montag, 28. Oktober 2013

Berlin – Die Personal- und übrigen laufenden Kosten sowie die Investitionsfähigkeit der Krankenhäuser sollten beim morgigen Auftakt der Koalitionsverhandlungen in der Arbeits­gruppe Gesundheit ganz oben auf der Agenda stehen. „Die Krankenhäuser müssen in die Lage versetzt werden, die Personalkostensteigerungen ohne fortgesetzten Rationalisierungsdruck refinanzieren zu können.

Der Personalbedarf muss von der Finanzierungsseite her abgesichert werden“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum. Nach Auffassung der DKG muss die Personalsicherung „den Stellenwert einer nationalen Gemeinschaftsaufgabe bekommen“.

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Dazu sei es nötig, die gesetzlichen Vorgaben für die jährlichen Preisanpassungen der Fallpauschalen zu verändern. Zudem müssten die Landesbasisfallwerte von der Morbiditätsentwicklung freigestellt werden. Steigender medizinischer Versorgungsbedarf dürfe nicht länger zu Vergütungsabsenkungen führen, so die DKG.

Baum wies außerdem darauf hin, dass die derzeitige Investitionsförderung der Länder mit 2,7 Milliarden Euro nicht ausreiche, den tatsächlichen Bedarf der Kliniken zu decken. Nötig sei mehr als das Doppelte, nämlich rund sechs Milliarden Euro. „Notwendig ist ein gemeinsamer Kraftakt von Bund, Ländern und den Krankenkassen, diesen Investitionsbedarf auch tatsächlich zu decken“, forderte der DKG-Hauptgeschäftsführer.  

Er forderte die Mitglieder der Arbeitsgruppe Gesundheit außerdem dazu auf, die ambulant-stationäre Verzahnung zu verbessern und die Erprobungsphase für das neue Entgeltsystem in der Psychiatrie über das Jahr 2014 hinaus um zwei Jahre zu verlängern. © hil/aerzteblatt.de

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