Politik

Koalitions­verhandlungen: Honorierung soll sich an Qualitätsdaten orientieren

Mittwoch, 6. November 2013

Berlin – Union und SPD wollen Routinedaten zur Qualitätssicherung aus dem ambu­lanten und dem stationären Bereich zur Grundlage der Honorierung machen. Das erklärten die Delegationsleiter von Union und SPD, Jens Spahn und Karl Lauterbach, heute im Anschluss an die Sitzung der Arbeitsgruppe Gesundheit in Berlin. „Wir wollen anhand der Daten zur Qualität der Versorgung schauen, welche Krankenhäuser gute und welche nicht so gute Qualität erbracht haben und dies bei der Art und Weise berücksichtigen, wie bezahlt wird“, sagte Lauterbach.

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„Wir wollen sektorenübergreifend eine bessere Qualitätsmessung, als wir sie bisher haben“, betonte Spahn. Dazu gehöre auch, dass die vorhandenen Routinedaten so zusammengefügt würden, dass man sehen könne, ob nach einer Hüftoperation im Krankenhaus Komplikationen in der ambulanten Versorgung aufträten. „Das ist heute alles nicht messbar, und ich glaube, hier können wir einen großen Schritt nach vorne gehen, wenn wir diese Daten miteinander verknüpfen“, so Spahn.

Lauterbach zufolge wurde heute auch darüber gesprochen, „wie wir dafür sorgen können, dass die Universitätskliniken mit den besonders teuren Fällen zurechtkommen“. Denn die Konzentration besonders teurer Fälle führe in den Universitätskliniken zu Verlusten. Hier müsse überprüft werden, wie das Fallpauschalensystem weiterentwickelt werden könne. Dabei sei auch über Zuschläge für Universitätskliniken gesprochen worden.  

Konkrete Verhandlungsergebnisse kündigten die Delegationsleiter für die nächsten Tage an. Gerade mit Blick auf die Krankenhausversorgung gebe es aber eine größere Nähe zwischen Union und SPD, als es vielleicht manchmal den Eindruck erwecke, so Spahn.

  • Mitglieder der AG Gesundheit der SPD 1/7

    Karl Lauterbach (Delegationsleiter)

    zum Lebenslauf

  • Mitglieder der AG Gesundheit der SPD 2/7

    Günter Baaske

    zum Lebenslauf

  • Mitglieder der AG Gesundheit der SPD 3/7

    Kristin Alheit

    zum Lebenslauf

  • Mitglieder der AG Gesundheit der SPD 4/7

    Cornelia Prüfer-Storcks

    zum Lebenslauf

  • Mitglieder der AG Gesundheit der SPD 5/7

    Carola Reimann

    zum Lebenslauf

  • Mitglieder der AG Gesundheit der SPD 6/7

    Alexander Schweitzer

    zum Lebenslauf

  • Mitglieder der AG Gesundheit der SPD 7/7

    Hilde Mattheis

    zum Lebenslauf
     

  • Mitglieder der AG Gesundheit der CDU/CSU 1/10

    Jens Spahn (Delegationsleiter)

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  • Mitglieder der AG Gesundheit der CDU 2/10

    Emine Demirbüken-Wegner

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  • Mitglieder der AG Gesundheit der CDU 3/10

    Michael Hennrich

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  • Mitglieder der AG Gesundheit der CDU 4/10

    Maria Michalk

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  • Mitglieder der AG Gesundheit der CDU 5/10

    Christine Clauß

    zum Lebenslauf

  • Mitglieder der AG Gesundheit der CDU 6/10

    Karl-Josef Laumann

    zum Lebenslauf

  • Mitglieder der AG Gesundheit der CDU 7/10

    Michael Schierack

    zum Lebenslauf

  • Mitglieder der AG Gesundheit der CSU 8/10

    Johannes Singhammer

    zum Lebenslauf

  • Mitglieder der AG Gesundheit der CSU 9/10

    Stephan Stracke

    zum Lebenslauf
     

  • Mitglieder der AG Gesundheit der CSU 9/10

    Melanie Huml

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© fos/aerzteblatt.de

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doc.nemo
am Donnerstag, 7. November 2013, 12:55

Vollendung


Den beiden Universaldilettanten Spahn und Lauterbach wird sicher gelingen, was Ulla Schmidt trotz intensiven Bemühens nicht geschafft hat - sie werden das Krankenhaussystem noch vollends ruinieren.
Pflege Aktivist
am Donnerstag, 7. November 2013, 11:25

Das GEsundheitssystem an sich ist gescheitert

Vor allem frag ich mich die ganze Zeit wie diese Bemessungskriterien aussehen sollen. Selbst wenn ich Menschen mit gleichen Erkrankungen haben, wie ne kaputte Hüfte. Beide brauchen ne neue Hüfte. Bei dem einen geht dieHeilung schneller voran als bei dem anderen. Ist deswegen bei dem anderen gepfuscht worden????? Das gibt nen Verwaltungsaufwand ohne Ende, der gleichzeitig wieder eingespart werden muss, und dann wahrscheinlich am Personal. Wird dann bei jeder Verchlechterung des Gesundheitzustandes die Klinik bestraft und erhält weniger Geld????? Wie wärs einfach mit mehr Personal, um auch Verschlechterungen im Gesundheitszustand rechtzeitig durch Zuwendung, Menschichkeit und fachlichem Wissen auffangen zu können. Oft resultieren die Verschlechterungen des Gesundheitzustandes an mangelnder menschlicher Zuwendung, bzw. das Personal hat überhaupt keine Zeit mehr um sach und fachgerecht arbeiten zu können. Oder fließt dann in die Bewertung der Qualität der Krankenhäuser wieder mal der Speiseplan mit ein, der auf Augenhöhe hängt und gut lesbar ist????? Der gleiche Mist der in Heimen und in Pflegediensten mit den MDK Kontrollen gemacht wird, soll nun wohl ins Krankenhaus wandern und danach auch noch gezahlt werden. Herje lernen wir es denn nie??? Dieses Gesundheitssystem das wir haben ist komplett gescheitert, da helfen auch keine Reförmchen mehr womit alles nur noch undurchsichtiger und chaotischer wird.
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