Hochschulen

Soziale Netzwerke im Gesundheitswesen immer wichtiger

Montag, 18. November 2013

Mainz – Auf die Bedeutung der Sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter und anderen hat das Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) an der Universitätsmedizin Mainz hingewiesen. Dazu fand ein Seminar statt, das Studierenden aus ganz Deutschland den professionellen Umgang mit den neuen Medien vermitteln sollte.

„Die sozialen Netzwerke spielen auch für das Gesundheitswesen eine immer größere Rolle. Sie bieten viele Chancen und haben, sinnvoll eingesetzt, ein großes Potenzial“, sagte der wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter der Arbeitsgruppe E-Health am IMBEI, Tobias Hartz, der zusammen mit Anke Hollinderbäumer und Frank Ückert den Kurs konzipiert und durchgeführt hat.

Anzeige

Wer medizinischen Rat suche, der könne auch in sozialen Netzwerken mit Ärzten ins Gespräch kommen, so die Organisatoren. „Die Gesprächssituation ist dabei eine ganz andere. Man steht sich ja nicht gegenüber. Die zentrale Frage in diesem Zusammenhang lautet also: Wie lässt sich eine vertrauensvolle ´Arzt-Patienten-Kommunikation´ in einem sozialen Netzwerk – also dem virtuellen Raum – herbeiführen“, so Ückert. Nach seiner Auffassung sollten angehende Ärzte die Vorteile von Web 2.0 in der Beziehung zum Patienten nutzen.

Ein zweiter Schwerpunkt des Seminars lag auf dem Internet als Recherchetool. „Interessanter Weise spielte bei der Auswahl des Facharztes der Internetauftritt eine bedeutende Rolle. Das legt nahe, dass Ärzte die eigene Internetpräsenz auf keinen Fall vernachlässigen sollten und ist daher eine wichtige Erkenntnis für angehende Ärzte“, so Ückert. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Dr. T.F. Weigel
am Montag, 18. November 2013, 16:48

Soziale Netzwerke vs. Vertrauen

Der persönliche Kontakt zwischen Arzt und Patient ist ein zentraler Punkt bei er Diagnosefindung und Therapie. Dabei werden unterschiedliche Sinne, sowohl auf Patientenseite als auf Seite des Arztes, benötigt, um sich ein umfassendes und schnelles Bild vom gegenüber machen zu können. Dazu gehören auch: Händedruck, Körpertemperatur, Stimme, Geruch, Haltung, Gangbild, Erscheinungsbild usw. usw. Dies läßt sich naturgemäß nicht in Worten, Bildern oder Videos abbilden. Im Gegenteil die Realität wird verzerrt. Darin liegt die Gefahr einer solchen Kommunikation auf beiden Seiten. Mit dem Risiko der Fehleinschätzung.
Eine weitere zentrale Säule des Arzt-Patienten-Verhältnis ist die ärztliche Schweigepflicht. Die Annahme ein vertrauensvolles Arzt-Patienten- Verhältnis über soziale Netwerke aufbauen zu wollen, kann nach meiner Einschätzung niemals gelingen.
Leider ist dieser Beitrag wieder mal ein Beipiel dafür, wie ärztliche Prinzipien auf Kopf gestellt und zeitgleich als Innovation verkauft werden. Die erkrankten oder hilfesuchen Menschen werden am Ende des Tages von der "Medizin via Facebook" mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht profitieren. Profitieren werden andere, die weit entfernt sind.........

Dr. med. Thomas F. Weigel
2.665 News Hochschulen

Nachrichten zum Thema

22.09.16
Digitales Know-how wird Kernkompetenz für medizinische Führungskräfte
Stuttgart – Know-how im Bereich Digitalisierung wird zu einer Kernkompetenz für Führungskräfte im Krankenhaus. Das berichtet die Personalberatung Rochus Mummert Healthcare Consulting nach einer......
22.09.16
Dr. Google wird häufig konsultiert
Bonn – Etwa jeder zweite Deutsche hat schon einmal im Internet nach Informationen zu Krankheiten gesucht. Das gilt sowohl bei leichten Beschwerden als auch bei schweren Krankheiten. Das ist das......
21.09.16
München – Neue Zusatzanwendungen, die die Elektronische Gesundheitskarte (eGK) von ihren Vorläufermodellen unterscheiden sollen, verzögern sich weiter. Nach Angaben der AOK Bayern werden Tests, mit......
19.09.16
Krankenkassen dürfen Anschaffung von Fitness-Trackern unterstützen
Bonn – Der um sich greifende Trend zur Vermessung und ständigen Überwachung des eigenen Körpers hat mittlerweile auch die Krankenkassen und die Aufsichtsbehörden erreicht. Das berichtet das......
16.09.16
Weichen für Telekonsile in der Röntgenbefundung gestellt
Berlin – Laut E-Health-Gesetz sollen ärztliche Telekonsile bei der Befundbeurteilung von Röntgen- und CT-Aufnahmen ab April 2017 vergütet werden. Dafür sind nun die ersten Weichen gestellt:......
15.09.16
Bad Nauheim – Mit knapper Mehrheit hat die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen (LÄKH) die Ausgabe des elektronischen Heilberufsausweises (eHBA) in Hessen beschlossen. Bei 17......
15.09.16
München – Die seit dem Jahr 2001 existierende D2D-Technologie wird im Oktober endgültig von dem Kommunikationskanal KV-Connect abgelöst. KV Telematik und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hatten......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige