Politik

Krankenkassen übernehmen steigende Versicherungskosten für Hebammen

Freitag, 27. Dezember 2013

Berlin – Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wird die Prämienerhöhung bei den Berufshaftpflichtversicherungen für Hebammen übernehmen. Einen entsprechenden Vertrag hat der GKV-Spitzenverband jetzt mit den Verbänden der Hebammen unter­zeichnet.

Dem Deutschen Hebammenverband zufolge haben sich die Prämien in den vergangenen zehn Jahren etwa verzehnfacht. Betroffen sind in erster Linie jene rund 3.000 frei­beruflichen Hebammen, die klassische Geburtshilfe anbieten.

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Bereits mehrere Jahre in Folge gleichen die Krankenkassen die gestiegenen Kosten für die Berufshaftpflichtprämie bei freiberuflichen Hebammen, die Geburtshilfe anbieten, aus. „Für jede einzelne Haus- oder Geburtshausgeburt von einer freiberuflich tätigen Hebamme finanzieren die gesetzlichen Krankenkassen somit insgesamt seit 2010 zwischen 140 und 200 Euro allein für den Ausgleich der kontinuierlich gestiegenen Berufshaftpflichtversicherungen“, hieß es aus dem GKV-Spitzenverband.

In Deutschland versichern zwei Gruppenhaftpflichtversicherungen fast alle freiberuflich tätigen Hebammen mit Geburtshilfe. Sowohl für das Jahr 2014 als auch für das Jahr 2015 haben die privaten Anbieter nach Informationen der Hebammenverbände bereits weitere Erhöhungen von jeweils rund 20 Prozent angekündigt. Der Grund für den Prämienanstieg seien steigende Regressforderungen der Sozialversicherungsträger und eine höhere Bereitschaft von Eltern zu klagen.

„Schon jetzt finden viele Frauen nur schwer eine Hebamme für die Geburt oder das Wochenbett“, warnte Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. Diese Situation werde sich mit den Prämienerhöhungen nochmals verschärfen. Der Verband dringt daher auf gesetzgeberische Lösungen. Denkbar sei zum Beispiel ein staatlich finanzierter Haftungsfonds, der die Kosten über einer bestimmten Haftungsobergrenze übernimmt, erklärte Klenk.

© hil/aerzteblatt.de

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