Politik

Laumann offiziell zum Patienten­beauftragten berufen

Mittwoch, 8. Januar 2014

Berlin – Das Bundeskabinett hat den CDU-Politiker Karl-Josef Laumann am Mittwoch offiziell zum Patientenbeauftragten der Regierung berufen. Laumann übernimmt dem Beschluss zufolge zudem das Amt eines Pflegebevollmächtigten. Er erhält den Rang eines Staatssekretärs im Bundesgesundheitsministerium. Der 56-jährige Sozialexperte war bisher CDU-Fraktionschef im nordrhein-westfälischen Landtag.  

„Der Gesundheits- und Pflegebereich hat eine dienende Funktion für die betroffenen Menschen", erklärte Laumann zu seiner Berufung. Gerade deshalb sei es wichtig, ständig für Qualität, Transparenz und gute Versorgung in den unterschiedlichen Strukturen zu arbeiten.

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„Ich habe großen Respekt vor den vielen Menschen, die sich täglich mit hoher Fachlichkeit und ethischem Anspruch für kranke und pflegebedürftige Menschen in unserem Land einsetzen", hob Laumann weiter hervor. Probleme und Fehlentwicklungen sollten "offen und ehrlich" angesprochen, Gutes und Positives aber nicht vergessen werden, fügte er hinzu.    

Der Sozialexperte, der sowohl der IG Metall als auch der Katholischen Arbeitnehmer­bewegung angehört, weiß, dass die Pflege eines der zentralen Themen der großen Koalition sein wird. Denn zum einen steigt die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland unaufhaltsam: Bereits heute sind mehr als 2,5 Millionen Menschen pflegebedürftig.

Zum anderen fordern Experten seit langem die Umsetzung eines neuen Begriffs der Pflegebedürftigkeit, damit Menschen mit Demenz und psychischen Erkrankungen bessere Leistungen aus der Pflegeversicherung bekommen. Für Laumann wird die Reform der Pflegeversicherung denn auch eine Schwerpunktaufgabe werden. Die immer größer werdende Gruppe der Patienten und Pflegebedürftigen brauche „ein offenes Ohr und eine tatkräftige Hand bei der Bundesregierung", teilte er bereits im Dezember mit.  

Laumann ist seit 2005 auch Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA). Von 2005 bis 2010 war er NRW-Arbeits- und Sozialminister. © dpa/aerzteblatt.de

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