Ausland

USA: Diskussionen um schwangere Komapatientin

Freitag, 10. Januar 2014

Fort Worth – In den USA ist eine Debatte über eine für hirntot erklärte Frau entbrannt, die wegen ihrer Schwangerschaft gegen den Willen ihrer Familie künstlich am Leben gehalten wird. Die 33 Jahre alte Marlise Muñoz war im November in ihrer Küche kollabiert, vermutlich wegen einer Lungenembolie. Damals war sie im vierten Monat schwanger. Ärzte in Fort Wort (Texas) erklärten sie für hirntot.

Ihren Angehörigen zufolge wollte Muñoz nie von medizinischer Technologie am Leben gehalten werden. Da Texas es Ärzten laut Gesetz verbietet, Schwangeren die Lebens­erhaltungsmaßnahmen zu kappen, muss die Familie nun möglicherweise vor Gericht ziehen.

Anzeige

„Wir kämpfen nicht gegen die Familie Muñoz“, sagte eine Sprecherin des Kranken­hauses am Donnerstag. „Wir handeln nach dem Gesetz.“ Der Fall ist besonders schwierig, da er ethische Fragen um Sterbehilfe und Abtreibung aufwirft.

Zeitgleich will eine Familie in Kalifornien ihre 13 Jahre alte Tochter am Leben halten, die vor vier Wochen für hirntot erklärt wurde. Vor Gericht und mit Hilfe der Presse ver­suchten die Angehörigen, den Teenager an einem Beatmungsgerät zu halten. Beide Fälle wecken Erinnerungen auch die Komapatientin Terri Schiavo, deren Tod im Jahr 2005 ein langer, teils politischer Streit vorausging. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

4.235 News Ausland

Nachrichten zum Thema

14.09.16
Recht auf Privatheit bei Gesundheitsfragen achten
Freiburg – In den USA ist inmitten des Wahlkampfes der Gesundheitszustand der beiden US-Präsidentschaftskandidatin zum Hauptthema geworden. Der Tübinger Theologe Franz-Josef Bormann, Mitglied des......
13.09.16
Passivrauchen schadet Kindern: US-Kardiologen fordern Null-Toleranz
Dallas – Kinder sollten weder im Haus, noch im Auto oder anderen Räumen Passivrauch ausgesetzt sein, da jegliche Exposition dem Kind bereits im Uterus und danach Schäden zufügt, die langfristig das......
12.09.16
Wie die US-Zuckerindustrie den Fetten die Schuld gab
San Francisco – Die Sugar Research Foundation, ein Vorläufer des heutigen Industrieverbands der US-Zuckerindustrie, hat in den 1960er Jahren möglicherweise einer Übersicht zu den Ernährungsursachen......
07.09.16
Washington – Zum dritten Mal in Folge ist im US-Senat ein Gesetz zur Finanzierung des Kampfs gegen das Zikavirus gescheitert. Die US-Demokraten lehnten den Text gestern einstimmig ab. Mit dem Gesetz......
29.08.16
Zikavirus: FDA führt landesweites Screening von Blutspenden ein
Silver Spring – Die US-Arzneibehörde FDA hat das Screening von Blutspenden, das bisher auf Regionen mit aktiver Verbreitung des Zikavirus beschränkt war, auf das gesamte Land ausgedehnt. Anlass ist......
18.08.16
USA: Gesetz zum Gewissensschutz im Gesundheitswesen
Washington – Das US-Repräsentantenhaus hat ein überparteiliches Gesetz zum Gewissensschutz verabschiedet. Mit einer Mehrheit von 245 zu 182 Stimmen haben die Abgeordneten den „Conscience Protection......
03.08.16
USA: Republikanische Partei billigt Repara­tivthera­pie
Frankfurt am Main – In den USA hat die republikanische Partei die sogenannte Reparativtherapie, die Homosexualität „heilen“ soll, in ihrem Parteiprogramm gebilligt. Darauf hat der Aids-Forscher Chris......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige