Medizin

Beginn der Grippewelle in Europa

Montag, 20. Januar 2014

Stockholm – Die diesjährige Grippewelle erreicht Europa von Süden. Als erste Länder haben Bulgarien, Griechenland, Portugal und Spanien einen Anstieg der Erkrankungs­zahlen gemeldet. Die virologischen Untersuchungen deuten auf Virustypen hin, die vom saisonalen Impfstoff erfasst werden.

In Deutschland ist die Grippe-Aktivität noch schwach. Die Aktivität akuter Atemwegs­erkrankungen lag nach Daten der Arbeitsgemeinschaft Influenza in der zweiten Kalenderwoche noch im Bereich der Hintergrund-Aktivität. Unter den 50 eingesandten Sentinelproben wurden nur in vier Fällen Influenzaviren nachgewiesen. Dreimal handelte es sich im Influenza A(H3N2) und einmal um Influenza A(H1N1)pdm09. Dies sind insofern gute Nachrichten, als dass beide Typen Bestandteil des diesjährigen Impfstoffs sind.

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Europaweit dominiert die Influenza A. Auf sie entfielen 215 von 217 bislang in den Sentinels positiv getesteten Abstriche. Darunter waren zu zwei Dritteln Viren der Influ­enza A(H1N1)pdm09 und zu einem Drittel Viren der Influenza A/H3. Das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) sieht deshalb gute Chancen auf eine Schutzwirkung der diesjährigen Impfung, für die es derzeit noch nicht zu spät sei.

Neben der Impfung wird an andere Schutzmaßnahmen erinnert. Dazu gehören auch bei der Grippe eine gute Handhygiene, die Meidung von engen Kontakten zu Erkrankten. Außerdem sollten alle Erkrankten darauf achten, ihre Mitmenschen durch Husten oder Niesen nicht mit Viren zu exponieren. © rme/aerzteblatt.de

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