Politik

Gröhe will 30 Prozent mehr Ausbildungstellen in der Pflege

Montag, 27. Januar 2014

Düsseldorf – Gesundheitsminister Hermann Gröhe hat seine Ziele im Kampf gegen einen Fachkräftemangel in der Altenpflege konkretisiert.  „Geplant ist, die Ausbildungszahlen in der Altenpflege bis zum Jahr 2015 um 30 Prozent zu erhöhen“, sagte Gröhe der Rhei­nischen Post vom Montag. „4.000 Pflegehelfer sollen zu Fachkräften weiterqualifiziert werden.“

Die Ausbildung müsse überall kostenlos sein, sagte der Minister. „Und wir wollen den Wechsel zwischen den Berufen in der Kinder-, Kranken- und Altenpflege erleichtern.“ Dafür sollten die verschiedenen Pflegeberufe mit einer einheitlichen Grundausbildung starten, danach erfolge die Spezialisierung. „Hier möchte ich zügig Gespräche mit den zuständigen Ländern führen“, sagte Gröhe.

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Der CDU-Politiker plant überdies einen milliardenschweren Fonds für die Zukunft der Pflege. „Wir wollen mit einer Beitragserhöhung von 0,1 Prozentpunkten ab dem Jahr 2015 mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr in einen Fonds stecken, der von der Bundesbank verwaltet wird“, sagte Gröhe der Rheinischen Post. Der Fonds solle als Rücklage für die Zeit bereit stehen, in der die geburtenstarken Jahrgänge ins 'Pflege­alter' kommen. Gröhe wies darauf hin, dass sich die Zahl der Pflegebedürftigen in  den nächsten 15 Jahren von heute 2,5 Millionen auf dann 3,5 Millionen erhöhen werde.

Die Altenpflege gilt als eine der großen Zukunftsherausforderungen für die Gesellschaft. Der Deutsche Pflegerat, Pflegekassen und Kommunen hatten beim ersten Deutschen Pflegetag am vergangenen Donnerstag mehr Tempo bei der Umsetzung einer großen Pflegereform gefordert. Nötig seien mehr Personal und eine bessere Bezahlung der Pflegekräfte, forderte Pflegeratspräsident Andreas Westerfellhaus an die Adresse der Bundesregierung. © afp/aerzteblatt.de

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