Ärzteschaft

Kliniken fehlen mehr als drei Milliarden Euro jährlich

Freitag, 31. Januar 2014

Berlin – Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) fehlen deutschen Kliniken auch weiterhin jedes Jahr rund drei Milliarden Euro. Die von den Ländern bereitgestellten Investitionsmittel in Höhe von 2,72 Milliarden Euro lägen „weit unter dem Niveau, das notwendig wäre, die Kliniken auf einem modernen Stand zu halten“, warnte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. Daran ändere auch die leichte Erhöhung der Landeszuschüsse um 110 Millionen Euro nichts. „Notwendig wären mindestens sechs Milliarden Euro“, verwies Baum.

Die fehlenden Mittel würden meist von den Krankenhausträgern aufgebracht und schlügen sich anschließend in Form von Zins- und Abschreibungslasten in den Bilanzen nieder. Die schlechte Finanzlage vieler Krankenhäuser sei deshalb nicht den Einrich­tungen, sondern vielmehr der Politik anzulasten. So schreibe das Gesetz vor, dass Fallpauschalen und Pflegesätze keine Investitionskostenanteile enthalten dürfen und die Länder ausreichend Investitionsmittel bereitstellen müssten.

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„Es wird Zeit, dass Bund und Länder die hausgemachte Misere der Krankenhaus­finanzierung stoppen und sicherstellen, dass die unabweisbaren Betriebskosten der Krankenhäuser sowie die dringend notwendigen Investitionsausstattungen auch tatsächlich und bedarfsgerecht refinanziert werden", forderte der DKG-Chef. © hil/aerzteblatt.de

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