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Bundesverband Niere fordert Qualitätsoffensive bei der Organtransplantation

Donnerstag, 13. Februar 2014

Mainz – Eine Qualitätsoffensive bei der Organtransplantation hat der Bundesverband Niere gefordert. Der Verband vertritt in 170 regionalen Selbsthilfegruppen chronisch nierenkranke Menschen, Dialysepatienten, Transplantierte, Angehörige sowie Pfleger und Ärzte. Konkret fordert der Verband ein überregionales Qualitätszentrum mit Transplantationsregister zur Organtransplantation. „Die Maßnahmen zur Qualität der Transplantation müssen weiterentwickelt werden. Die Prozess- und Strukturqualität muss überprüfbar, in allen Transplantationszentren in allen Bundesländern und damit einheitlich für ganz Deutschland durchgesetzt werden“, hieß es aus dem Verband.

Für die betroffenen Patienten sei Transparenz besonders wichtig. Sie hätten dann die Möglichkeit, das Behandlungszentrum anhand öffentlich zugänglicher Qualitätsberichte selbst zu bestimmen, so der Bundesverband. Transplantierende Kliniken sollen nach den Vorstellungen des Verbandes dem künftigen Qualitätszentrum unterstellt sein, um überhaupt transplantieren zu dürfen.

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Zu einer differenzierten Interpretation von Studiendaten zur Qualität von Organtrans­plantationen hatte jüngst die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) aufgerufen. „Deutschland hat im Eurotransplant Verbund den höchsten Anteil an Organen aus dem ‚European Senior Program’, und dieser Umstand ist der wesentliche Grund für schlechtere lang­fristige Organfunktionsraten“, sagte der DGU-Generalsekretär Oliver Hakenberg aus Rostock. Er bezog sich damit auf eine aktuelle Auswertung der Collaborative Transplant Study (CTS) in Heidelberg. Danach liegen in Deutschland die Einjahresfunktionsraten von Transplantaten für viele Organe unter denen des europäischen Durchschnitts. © hil/aerzteblatt.de

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