Vermischtes

Lebenserwartung von Menschen mit geistiger Behinderung steigt

Donnerstag, 20. Februar 2014

Münster – Die Lebenserwartung von Menschen mit geistiger Behinderung nähert sich zunehmend derjenigen der Gesamtbevölkerung an. Das berichten Wissenschaftler der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Münster, zusammen mit Forschern der Universität Tübingen und des Kommunalverbandes Jugend & Soziales Baden-Württemberg.

In einer Studie mit dem Titel „Alter erleben“ haben sie die durchschnittliche Lebens­erwartung und die altersbezogenen Überlebenswahrscheinlichkeiten von Menschen mit geistiger Behinderung aus Westfalen-Lippe und Baden-Württemberg untersucht. „Die mittlere Lebenserwartung von Menschen mit geistiger Behinderung ist zwar immer noch geringer als bei der Gesamtbevölkerung“, erläutert Projektleiter Friedrich Dieckmann. Das liege aber auch an Teilgruppen in den Stichproben, die bekanntermaßen eine immer noch sehr geringe durchschnittliche Lebenserwartung haben, zum Beispiel Menschen mit Down-Syndrom.

Anzeige

Die erste Stichprobe der Studie enthält alle erwachsenen Empfänger von Einglie­derungshilfe, die in stationären Einrichtungen in Westfalen-Lippe leben. Das sind pro Jahr rund 13.500 Personen. Die zweite Stichprobe setzt sich aus etwa 11.000 erwachsenen Menschen mit geistiger Behinderung zusammen, die stationär, ambulant unterstützt oder ohne professionelle Unterstützung in Baden-Württemberg wohnen.

Die mittlere Lebenserwartung von Männern mit geistiger Behinderung in Westfalen-Lippe beträgt danach 70,93 Jahre und in der Stichprobe aus Baden-Württemberg 65,27 Jahre. Zum Vergleich: Die Männer der Gesamtbevölkerung hatten in den Jahren 2007 bis 2009 eine mittlere Lebenserwartung von 77,33 Jahren. Frauen mit geistiger Behinderung erreichen eine Lebenserwartung von 72,84 Jahren in Westfalen-Lippe und 69,90 Jahre in der Stichprobe aus Baden-Württemberg. In der Gesamtbevölkerung lag die Lebenserwartung von Frauen bei 82,53 Jahren. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Vermischtes

Nachrichten zum Thema

01.12.16
Bundesteilhabe­gesetz: Umstrittene Reform verabschiedet
Berlin – Menschen mit Behinderungen sollen künftig bessere Möglichkeiten haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen: Der Bundestag verabschiedete heute das Bundesteilhabegesetz. Künftig sollen......
28.11.16
Berlin – Nach einer Welle von Kritik bessert die Koalition ihre geplante Großreform des Behindertenrechts in letzter Minute nach. Union und SPD wollen den geänderten Entwurf des Bundesteilhabegesetzes......
22.11.16
Schwerin – Das geplante Bundesteilhabegesetz von Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) steht weiter in der Kritik. Es soll beeinträchtigen Menschen ein selbstbestimmteres Leben ermöglichen.......
11.11.16
Stuttgart – Wer als Minderjähriger in Behindertenheimen oder Psychiatrien gequält und ausgebeutet wurde, kann auf finanzielle Entschädigung hoffen. Baden-Württemberg beteiligt sich an der......
11.11.16
Erfurt – Blinde in Thüringen erhalten mehr Geld. Nach einem Beschluss des Landtages wird das Blindengeld bis Juli 2018 in mehreren Stufen um insgesamt 130 Euro auf 400 Euro aufgestockt. Zudem erhalten......
09.11.16
Berlin – Das Bundeskabinett hat heute nach langwierigen Verhandlungen Hilfen für Menschen beschlossen, die als Kinder oder Jugendliche in der Zeit von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland......
08.11.16
Geplantes Bundesteilhabegesetz stößt auf Kritik
Berlin – Das geplante Bundesteilhabegesetz (BTHG) steht in der Kritik: Bei einer Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales forderte eine Mehrheit von Experten Nachbesserungen. Anfang der Woche......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige