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Bewohner von Pflegeheimen werden zu wenig aktiviert

Dienstag, 25. Februar 2014

Berlin – Fast jeder fünfte Pflegeheimbewohner könnte seinen Alltag selbständiger gestal­ten, wenn es im Heim mehr bewegungsfördernde Maßnahmen gäbe. Das berichtet die Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). Dabei ist offenbar weniger die Zeit des Personals oder mangelnder guter Wille das Problem – laut dem ZQP ist vielmehr das Angebot an Bewegungsprogrammen zu unübersichtlich. Häufig fehle der Nachweis, ob die jeweiligen Bewegungsprogramme tatsächlich wirken.

Das ZQP hat daher ein Forscherteam der Universität Bielefeld damit beauftragt, Informa­tionen zu recherchieren und auszuwerten, die Heimen den gezielten Einsatz von bewegungs­fördernden Maßnahmen ermöglicht.

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Die Studienergebnisse der Wissenschaftler sind ernüchternd: Von den 222 identifizierten Präventionskonzepten haben laut der Studie nur 19 einen praxisrelevanten Nutzen. Insbe­son­dere für stark körperlich eingeschränkte und hochgradig demenzerkrankte Menschen fehlen maßgeschneiderte Angebote. Laut dem ZQP fehlt es an gut evalu­ierten bewegungsfördernden Konzepten sowie an deren erfolgreicher Umsetzung in der Pflegepraxis.

„Schon wenn es gelänge, Alltagskompetenzen möglichst weitgehend zu erhalten und einen vorschnellen Abbau dieser Fähigkeiten zu verhindern, wäre dies ein Erfolg und ein wichtiger Beitrag zur Lebensqualität pflegebedürftiger Bewohner“, sagte Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP.

Die Studienergebnisse hat das ZQP in einer Online-Übersicht aufbereitet und dargestellt. Mit Hilfe der neuen Datenbank können Pflegeheime die organisatorischen und personellen Voraussetzungen ersehen, die für eine der aufgeführten Maßnahmen erforderlich sind. © hil/aerzteblatt.de

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