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Elektrotherapie könnte Kopf­schmerz-Behandlung erweitern

Montag, 17. März 2014

Berlin – Von neuen Methoden bei der Behandlung von Migräne und Cluster-Kopfschmerz berichtet die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN). Eine mögliche Option sei die Stimulation bestimmter Nerven im Kopf- und Halsbereich mit Strom.

Weltweit leiden mehr als zehn Prozent der Erwachsenen an Migräneattacken, bei einem Zehntel davon sprechen Experten von chronischer Migräne. Das bedeutet, dass an mindestens 15 Tagen im Monat Symptome auftreten. Darüber hinaus gibt es laut der Fachgesellschaft rund 100.000 Menschen in Deutschland mit Clusterkopfschmerzen, wegen ihrer Intensität auch Suizid-Kopfschmerzen genannt.

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„Relativ häufig sprechen diese Patienten auf Standardtherapien nicht an“, erläutert Andreas Straube, Vorstandsmitglied der DGKN und Kopfschmerzspezialist am Universitätsklinikum Großhadern in München. Deshalb suchten Forscher nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten. Dazu gehöre die elektrische Stimulation des Okzipitalnervs, des Vagusnervs und des Ganglion sphenopalatinum – eines hinter der Nasenwurzel liegenden Nervenknotens.

„Studien haben hier erste vielversprechende Ergebnisse geliefert“, erklärt Straube. So ergab eine Untersuchung der Stimulation des Okzipitalnervs bei chronischer Migräne eine deutliche Verbesserung der Beschwerden bei fast 40 Prozent der Patienten. Dafür erhalten die Patienten zwei Elektroden unter die Haut im Nackenbereich.

Die elektrischen Impulse kann der Betroffene mit einer Handfernbedienung einstellen. Zur Stimulation des Ganglion sphenopalatinum gibt es laut Straube positive Ergebnisse in Bezug auf Clusterkopfschmerz: Die Elektrode wird hier am Oberkiefer implantiert und von außen bedient. © hil/aerzteblatt.de

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