Politik

Gesundheits­ausschuss: Pflege hat Priorität

Mittwoch, 19. März 2014

Berlin ­– Im Koalitionsvertrag von Union und SPD nimmt die Pflegereform großen Raum ein. Auch für viele Mitglieder des Gesundheitsausschusses ist die Pflege das wichtigste Thema in dieser Legislaturperiode. „Die Pflegereform hat für mich höchste Priorität“, sagt die SPD-Abgeordnete Heike Baehrens im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt. Besonders wichtig sei es dabei, die Entbürokratisierung voranzutreiben und das Ansehen der Pflegeberufe zu verbessern.

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„Bevor wir Pflegekräfte im Ausland anwerben, sollten wir versuchen, die Arbeitswelt für die vorhandenen Fachkräfte so zu gestalten, dass sie ihren Beruf gern ausüben, lange in der Pflege bleiben und andere Menschen motivieren, diesen schönen und wichtigen Beruf zu ergreifen“, befindet Erwin Rüddel von der CDU. „Für pflegende Angehörige sollte es zudem möglich sein, die Pflegezeit bei der Rente analog zu Erziehungszeiten anrechnen zu lassen.“

„Pflege bedeutet nicht nur warm, satt und sauber, sondern auch, dass individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden und man am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann“, betont die pflegepolitische Sprecherin der Links-Fraktion, Pia Zimmermann. Dazu müsse ein neuer an den Interessen der Menschen orientierter Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt werden. Auch müssten die Pflegeberufe mehr Anerkennung erfahren, und die Fachkräfte endlich angemessen bezahlt werden.

Elisabeth Scharfenberg von den Grünen fordert, neue Wohnformen wie generationen­übergreifendes Wohnen, Pflege-WGs oder genossenschaftliche Wohnmodelle stärker zu fördern. „Mein Ziel ist es“, sagt sie, „dass jeder Mensch in Deutschland die Möglichkeit erhält, die Form der Versorgung zu wählen, die zu ihm passt.“ Dazu müsse jedoch der Bund die Kommunen besser unterstützen. © fos/aerzteblatt.de

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