Ausland

EU-Parlament fordert schärfere Regeln für Medizinprodukte

Donnerstag, 3. April 2014

Brüssel – Als Folge aus dem Skandal um fehlerhafte Brustimplantate will das Europaparlament die Regeln für die Zulassung von Medizinprodukten verschärfen. Die Volksvertreter stimmten gestern in Brüssel für striktere Kontrollen und eine bessere Rückverfolgbarkeit. Mit diesen Forderungen wird das Parlament Verhandlungen mit den EU-Staaten über die neue Gesetzgebung aufnehmen. Beide Seiten müssen sich einigen.

Die Parlamentarier fordern unter anderem Extra-Kontrollen für Hochrisiko-Produkte wie Brust- oder Hüftimplantate, die im menschlichen Körper verbleiben. Zu weniger riskanten Medizinprodukten gehören zum Beispiel Pflaster oder Blutdruckmessgeräte. Patienten mit Implantaten sollten zudem Papiere erhalten, mit denen sie leichter auffindbar sind, falls Produkte sich im Nachhinein als problematisch erweisen.

Anzeige

Dies hätte zum Beispiel Opfern im Skandal um Produkte des französischen Herstellers PIP helfen können. Dieser hatte jahrelang Brustimplantate aus billigem Industrie-Silikon verkauft. Allein in Deutschland wurden schätzungsweise mehr als 5.000 Frauen PIP-Implantate aus dem nicht für Medizinprodukte zugelassenem Silikon eingesetzt, weltweit waren Hunderttausende betroffen. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

4.231 News Ausland

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige