Politik

Gesundheitsausgaben in Deutschland erstmals über 300 Milliarden Euro

Montag, 7. April 2014

Wiesbaden/Berlin – Die Ausgaben für Gesundheit sind 2012 in Deutschland erstmals auf mehr als 300 Milliarden Euro gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden mit. Die Ausgaben betrugen demnach 300,4 Milliarden Euro; das waren 2,3 Prozent oder 6,9 Milliarden Euro mehr als 2011. Auf jeden Einwohner entfielen gut 3.740 Euro (2011: 3.660 Euro).

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Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt stieg demnach 2012 leicht auf 11,3 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte der Anteil 11,2 Prozent betragen. Beide Werte sind allerdings niedriger als 2010, als der Anteil bei 11,6 Prozent lag.

Die Erfassung der Ausgaben folgt dem Konzept des „System of Health Accounts“, welches von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) empfohlen wird.

Gemäß den dort enthaltenen Definitionen umfassen die Gesundheitsausgaben sämtliche Güter und Leistungen mit dem Ziel der Prävention, Behandlung, Rehabilitation und Pflege, die Kosten der Verwaltung sowie Investitionen der Einrichtungen des Gesund­heitswesens. Aufwendungen für Forschung und Ausbildung im Gesundheitswesen sowie Ausgaben für krankheitsbedingte Folgen (zum Beispiel Leistungen zur Einglie­derungshilfe) und Einkommensleistungen, wie die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, sind darin nicht enthalten. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes können daher von Zahlen der gesetzlichen Krankenversicherung abweichen.

GKV-Ausgaben stiegen um 2,3 Prozent
Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung betrugen 2012 insgesamt 172,4 Milliarden Euro; im Vergleich zu 2011 war dies ein Anstieg um 2,3 Prozent. Auf die private Krankenversicherung entfielen Ausgaben von rund 28 Milliarden Euro. Das waren 0,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die privaten Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck gaben mit 40,6 Milliarden Euro rund 0,6 Milliarden Euro oder 1,6 Prozent mehr aus als im Vorjahr.

49 Prozent der Ausgaben fielen mit rund 147 Milliarden Euro für Güter und Dienst­leistungen im ambulanten Bereich an. Sie stiegen unterdurchschnittlich um 2,1 Prozent gegenüber 2011.

Auf den stationären und teilstationären Sektor entfielen wie im Vorjahr 37 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben. Hier stiegen die Ausgaben um 2,8 Milliarden Euro oder 2,6 Prozent auf 110,3 Milliarden Euro, 78,8 Milliarden Euro davon für die Krankenhäuser. © hil/aerzteblatt.de

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Widerstand
am Montag, 7. April 2014, 13:43

Update "300 MIll. Gesundheitsausgaben"

Sorry, zur Klärung: Die erwähnten Tropfen kosten mich 30 € im Quartal und die Bezahlung wird von den Kassen verweigert.
Widerstand
am Montag, 7. April 2014, 13:40

300 Mill. "Gesundheitsausgaben"

Sein doch mal ehrlich - wenn das überhaupt noch möglich ist.
Es geht einzig und allein um die Gewinnmaximierung der Pharma, nicht um die Gesundheit der Menschen.
Bsp. Meine Medikamente kosten die Kasse jedes Quartal ca 250 Euro. Nicht viel?
Dummerweise kann ich all diese auch todesversprechende Pharmawundermittel weglassen, denn ich (und einige Tausende andere) habe ein einziges Tropfenmittel gefunden, dass mir nicht zusätzliche Todesarten verspricht, uns aber teilweise seit jahrzenten fit und Beschwerdefrei hält.
Doch dieses Mittel ist der Pharma nicht gewinnbringend genug, deshalb wurde es erfolgreich aus den Lehrplänen der Mediziner gestrichen oder den Patienten ganz bewußt verweigert.
"Die Gesundheitsausgaben sind gestiegen", für diesen Ausspruch sollte jeder der ihm zustimmt auf Lebenszeit eingesperrt werden.
barabasch-riedel
am Montag, 7. April 2014, 13:36

Gesundheitsausgaben sind Krankheitsausgaben

"Gesundheitsausgaben erstmals über 300 Milliarden" - so die Überschrift. Der Hype dabei aber ist: es sind (und bleiben, da kann jemand drehen und wenden, wie immer er auch will)
Ausgaben für KRANKHEITEN und deren Behandlung, also KRANKHEITSKOSTEN !!! Die Perfidie des Missbrauch's von Sprache besteht darin, dass in den Köpfen der Überschrift-
Leser beim Lesen von "Gesundheits-Kosten" ein völlig anderes Bild gemalt wird, als wenn da steht: 300 Milliarden erstmals ausgegeben für Diagnose und Begandlung von KRANKHEITEN (von zu 95% Krankenklassenpflichtversicherten in der BRD). Gesundheitskosten sind Kosten für Prävention, um Gesundheit zu erhalten !!! Bei den 300 Milliarden aber geht es eindeutig und unwidersprechbar um Kosten zur versuchten Wiederherstellung eines kranken Zustándes, also sind und bleiben es auch Krankheitskosten,
meint
R.B.
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