Ausland

Liese mahnt europaweite Regeln zu Gentests an

Montag, 7. April 2014

Köln – Die Qualität von Gentests und die Information über die Tests müssen europaweit verbessert werden. Nachdem das Europäische Parlament in der vergangenen Woche die erste Lesung der Verordnung über Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostika abgeschlossen hat, müssten nun die Regierungen der Mitgliedstaaten endlich ihre Position festlegen, forderte der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese, gesundheits­politischer Sprecher seiner Fraktion.

„Es erfüllt mich mit großer Sorge, dass Firmen über das Internet DNA-Tests anbieten, die dramatische Konsequenzen für die Betroffenen haben.“ So könne man heute einem Achtzehnjährigen mitteilen, ob er mit 50 an einer unheilbaren Krankheit wie Chorea Huntington leiden werde. Liese fordert, dass eine solche Diagnose nur nach kompeten­ter Beratung vorgenommen werden dürfe, wie es beispielsweise in Deutschland, Frankreich und Österreich vorgeschrieben ist.

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Da es in anderen Ländern dazu keine Regeln gibt, hat  das Europäische Parlament Mindeststandards in der Gemeinschaft gefordert. Die Verhandlungen über die Verordnung zu Medizinprodukten und IVD-Diagnostika sollen  nach der Sommerpause, also nach der Europawahl am 25. Mai, aufgenommen werden. Damit wird auch über die Verbesserung der Patientensicherheit bei Medizinprodukten noch weiter verhandelt.

Beschlossen wurde dagegen in der vergangenen Woche das neue Regelwerk zur klinischen Forschung. Welche Auswirkungen die neue Verordnung auf die Arbeit von Ärztinnen und Ärzten haben wird, erläutert EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg bei einem Fachgespräch am 11. April um 13 Uhr in Siegen (Diakonie Südwestfalen).  Dabei wird es auch um künftige Vorhaben der europäischen Gesundheitspolitik gehen. Borg wird zu der Frage Stellung nehmen, welchen  Beitrag die Europäische Union in Zukunft bei der Entwicklung von Therapien beispielsweise gegen seltene Erkrankungen leisten kann. Anmeldungen zu der Veranstaltung sind über das Abgeordnetenbüro Liese info@peter-liese.de möglich. © Stü/aerzteblatt.de

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