Hochschulen

Wissenschafts­organisationen fordern zügige Reformen

Dienstag, 15. April 2014

Berlin – Bund und Länder sollten die künftige Ausgestaltung des Wissenschaftssystems in Deutschland rasch in die Wege leiten. Das hat die Allianz der Wissenschafts­,organisationen gefordert und sich deshalb mit einem Offenen Brief an die Bundes­kanzlerin, die Bundesministerin für Bildung und Forschung, die Partei- und Fraktions­vorsitzenden der Regierungsparteien im Bund sowie an die Ministerpräsidenten der Länder gewandt. Die Wissenschaftsorganisationen fordern, die Grundfinanzierung der Hochschulen zu verbessern, weil der Anteil der projektbezogenen Drittmittel zu hoch sei und die Hochschulen mittlerweile Grundaufgaben zum Teil über Drittmittel finanzieren müssten.

Außerdem geht es den Organisationen um die Weiterentwicklung des Hochschulpaktes, des Paktes für Forschung und Innovation sowie um die Förderfunktionen der Exzellenz­initiative. „Über die Leitlinien der zukünftigen Ausgestaltung des Wissenschaftssystems […] herrscht ein breiter Konsens“, heißt es in dem Brief. Die Politik sollte diesen nutzen, um ein Bündel entsprechender Maßnahmen umzusetzen. „Angesichts des Beratungs­standes und der Dringlichkeit der Entscheidungen appellieren die in der Allianz der Wissenschaftsorganisationen verbundenen Einrichtungen nicht ganz ohne Sorge an Sie, die erforderlichen Schritte jetzt in die Wege zu leiten beziehungsweise zu unterstützen“, heißt es in dem Brief weiter.

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Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen gehören an: Die Alexander von Humboldt-Stiftung, die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, die Hochschulrektorenkonferenz, die Leibniz-Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft und der Wissenschaftsrat.

Für das Jahr 2014 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft die Federführung in der Allianz übernommen. © hil/aerzteblatt.de

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