Politik

Verhandlungen zwischen Hebammen und Krankenkassen gescheitert

Freitag, 23. Mai 2014

Berlin – Die Verhandlungen über eine stärkere Unterstützung der Hebammen wegen steigender Haftpflichtprämien sind vorerst gescheitert. Das teilten der Spitzenverband der Krankenkassen und der Deutsche Hebammenverband am Freitag in Berlin mit. Beide Seiten hätten sich nicht einigen können. Die Kosten von rund 2.500 freiberuflichen Hebammen in der Geburtshilfe stiegen insgesamt um knapp 2 Millionen Euro ab 1. Juli 2014, so die Kassen. Das Problem der steigenden Prämien betrifft in erster Linie Hebammen mit relativ wenigen Geburten, da ihnen die Ausgleichszahlungen der Kassen nicht reichen.

„Die Krankenkassen sind nicht bereit, die nachgewiesene Mehrbelastung der geburtshilflich tätigen Hebammen ausreichend auszugleichen”, sagte Katharina Jeschke, Präsidiumsmitglied des Hebammenverbandes.

Anzeige

Nun müsse eine Schiedsstelle eingeschaltet werden. Die Kassen teilten mit, sie hätten drei Vorschläge gemacht, wie Hebammen mit wenigen Geburten durch die Prämiensteigerung zur Berufshaftpflicht nicht überlastet werden. Komme es bis zum 30. Juni zu keiner Einigung, könne die Vergütung aufgrund eines älteren Vertrags sogar sinken.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte mehrere Schritte angekündigt, um die Lage der Hebammen zu entspannen. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Politik

Nachrichten zum Thema

17.01.17
Nachfrage nach außerklinischen Geburten kann in Berlin nicht erfüllt werden
Berlin – Schwangere Frauen haben das Recht, den Geburtsort ihrer Kinder frei zu wählen. Manche Frauen wollen statt im Krankenhaus lieber zu Hause oder in einem Geburtshaus gebären. Doch inzwischen......
09.01.17
Memmingen – Wegen des bundesweiten Hebammenmangels startet das Klinikum im schwäbischen Memmingen eine eigene Ausbildung. Das Krankenhaus werde von April an die dreijährige Hebammenausbildung......
05.01.17
Idstein/Frankfurt am Main – Um dem Nachwuchsmangel an Hebammen und Entbindungspflegern in der Region Rhein-Main zu begegnen, haben sich ansässige Gesundheitsinstitutionen zur gemeinsamen Gründung......
09.12.16
Bonn – Die Deutsche Unesco-Kommission hat heute das Hebammenwesen in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Das Verzeichnis will die Vielfalt kultureller......
23.11.16
Berlin – Der Deutsche Hebammenverband (DHV) hat die Bundesregierung aufgefordert, den zunehmenden Schließungen von Kreißsälen entgegenzuwirken. „Gab es 1991 bundesweit noch 1.186 Krankenhäuser mit......
15.11.16
Tschechische Frauen kämpfen vergeblich um Recht auf Hausgeburt
Prag/Straßburg – Immer mehr Frauen in Tschechien wollen ihr Kind nicht mehr in der Klinik zur Welt bringen. Sie wünschen sich eine Geburt im vertrauten und gemütlichen Umfeld der eigenen vier Wände,......
11.11.16
Magdeburg – Wie die Versorgung der Sachsen-Anhalterinnen mit Hebammen verbessert werden kann, nehmen künftig Experten eines Runden Tisches genauer unter die Lupe. Vertreter von Verbänden,......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige