Ärzteschaft

Ärztetag fordert Ausfallentschädigung für ausgefallene Arzttermine

Mittwoch, 28. Mai 2014

Düsseldorf – Der 117. Deutsche Ärztetag  fordert im Gegenzug zur geplanten gesetz­lichen Vier-Wochen-Frist für Facharzttermine eine Ausfallentschädigung für von Patienten versäumte Arzttermine. In jedem Quartal würden bundesweit mehr als 6,5 Millionen Termine von Patienten nicht wahrgenommen. Dies verursache nicht nur volkswirtschaftliche Kosten, sondern verschärfe auch die Terminenge in Praxen. Daher müsse man prüfen, inwieweit man die Patienten an diesen Kosten beteiligen könne.

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Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, sagte später vor der Presse: „Wenn die Patienten Garantien von ihren Ärzten bekommen, muss es im Gegenzug auch eine Garantie für die Einhaltung dieses Privilegs geben.“ Wer mehrmals einen Termin nicht wahrnehme, der habe dann auch keine Garantie mehr auf einen Facharzttermin innerhalb von vier Wochen, meinte Montgomery. Vorstellbar sei zum Beispiel, die Krankenkassen zur Kasse zu bitten, wenn Patienten Termine sausen ließen. Denn hilfreicher als ein Anruf des Arztes sei oft der Anruf der Krankenkasse beim Patienten, so der BÄK-Präsident.

In einer ersten Reaktion kommentierte Andreas Gassen den Vorschlag als in der Praxis schwer umsetzbar. „Neben dem nicht akzeptablen Eingriff in die Autonomie des Arztes kann eine Servicestelle Probleme wie mangelnde Termintreue von Patienten ebenso wenig lösen wie den beginnenden Arztmangel oder das bestehende Globalbudget“, gab der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zudem zu bedenken. © TG/EB/aerzteblatt.de

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Widerstand
am Donnerstag, 29. Mai 2014, 11:29

Ausfallentschädigung für von Patienten versäumte Arzttermine

Ja, warum nicht. Es stellt sich nur die Frage, in welchem Ausmaß die Ärzte eine Mitschuld daran tragen, dass Patienten einen Termin nicht wahrnehmen.
Fakt ist doch, liebe Mediziner, dass viele Termine doppelt und dreifach vergeben werden. Fakt ist, dass ein Patient, der 90 Minuten und länger wartet, ebend noch einmal 30 Minuten Wartezeit draufbekommt, wenn ein Pirvatpatient oder Pharmalobbyist auftaucht.
Inzwischen frage ich vor meinem Termin schon telefonisch nach, wann ich denn real vor Ort sein sollte. Selbst das ist keine Garantie.
Also Herr Montgomery, bitte erst in der eigenen Praxis den Besen schwingen.
Also Termine einfach belegen, keine Vorzüge für Privatpatienten, Verbannung von Pharmavertretern vor oder nach den Praxiszeiten, dann pendelt sich auch das Trefferverhältnis von Termin-Arzt-Patient ein.
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