Politik

Bund engagiert sich für gesundes Altern

Donnerstag, 5. Juni 2014

Berlin – Bewusst habe die Bundesregierung die Themen Alter und Pflege in dieser Legislaturperiode in den Mittelpunkt gestellt, betonte Ingrid Fischbach, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, heute anlässlich der Eröffnung der dritten Bundeskonferenz der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Thema „Gesund und aktiv älter werden“ in Berlin.

Verbesserungen für ältere Menschen soll das Präventionsgesetz bringen, das das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) derzeit vorbereitet. „Dabei wollen wir auch die Lebensbereiche der Älteren erreichen, etwa Kommunen, Einrichtungen der Altenhilfe und auch die Betriebe“, sagte Fischbach. Aufmerksamkeit gelte aber auch den Risiken des Alters, wie dem Missbrauch von Alkohol und Medikamenten bei über 60-Jährigen. „Das BMG hat dazu seit 2010 verschiedene Modellprojekte zu den Themen „Sucht im Alter - Sensibilisierung und Qualifizierung von Fachkräften in der Alten- und Suchthilfe“ gefördert“, erklärte Fischbach.

Anzeige

Umfrage: Braucht Deutschland ein Präventionsgesetz? Start

Video

Umfrage: Braucht Deutschland ein Präventionsgesetz?

Ein weiteres Augenmerk liegt aber auch auf dem moderaten Einsatz von körperlicher Aktivität, die chronischen Erkrankungen vorbeugen kann. Die gesundheitsfördernde Wirkung von Bewegung wird Experten zufolge allerdings noch viel zu selten erreicht: 80 Prozent der 60- bis 79-Jährigen bewegen sich laut aktueller Studien nicht ausreichend.

Für den gesundheitsfördernden Einfluss von körperlicher Aktivität gibt es hingegen zahlreiche Belege: So können bereits wöchentlich 150 Minuten moderater Bewegungs­aktivität den Blutzuckerwert entscheidend senken. Auch haben körperlich aktive Menschen gegenüber inaktiven Personen ein um 25 Prozent niedrigeres Risiko, im Alter ihre Selbstständigkeit zu verlieren.

Um die gesundheitsfördernden Einflüsse zu unterstützen, startet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in diesem Jahr ihr neues Programm „Altern in Balance“, gefördert durch den Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV). Ziel des Programms ist es, Mobilität, Selbstbestimmung und Lebensqualität von Frauen und Männern in der Altersgruppe der über 65-Jährigen zu unterstützen. „So wollen wir gemeinsam dazu beitragen, die Anzahl gesunder Lebensjahre von älteren Menschen zu erhöhen und Pflegebedürftigkeit hinauszuschieben“, sagte Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA.

Dass Pflege jedoch das „Megathema der Zukunft“ ist, davon ist Volker Leienbach, Direktor des PKV-Verbandes überzeugt. Die private Krankenversicherung engagiere sich deshalb insbesondere für die Gesunderhaltung im Alter, damit die Menschen möglichst gar nicht oder zumindest erst später pflegebedürftig würden. © ER/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Politik

Nachrichten zum Thema

26.08.16
Neue Vereinbarung für mehr Gesundheitsförderung in Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf – Eine Vereinbarung für mehr Prävention und Gesundheitsförderung haben das Gesundheits- und das Sozialministerium in Nordrhein-Westfalen (NRW) mit Kranken-, Pflege- und anderen......
25.08.16
Zivilschutzkonzept: Pläne betreffen auch Kliniken und Ärzte
Berlin – Die Bundesregierung hat gestern im Kabinett eine neue „Konzeption Zivile Verteidigung“ – kurz KZV – beschlossen. Ziel ist es, vor allem die notwendigen Grundbedürfnisse der Menschen im Fall......
12.08.16
Flexirente: Prävention braucht ein größeres Budget
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED) begrüßt das Vorhaben der Bundesregierung, mit dem sogenannten Flexirentengesetz Prävention und Rehabilitation von......
10.08.16
Berlin/Köln – Die Prävention weiter aufzuwerten und aus ärztlichen Empfehlungen für Präventionsmaßnahmen verbindliche Verordnungen zu machen, fordert die Deutsche Hochdruckliga (DHL). Hintergrund ist,......
29.07.16
Köln – Kinder mit einem schweren kombinierten Immundefekt – der „severe combined immunodeficiency“, SCID – profitieren von einer frühen Diagnose und Therapie. Vor diesem Hintergrund sieht das Institut......
27.07.16
Berlin – Eine Datenbank zu gesundheitsfördernden, präventiven und rehabilitativen Maßnahmen von Pflegenden für alte Menschen hat das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) vorgestellt. Über......
26.07.16
Rostock/Schwerin – Seit Anfang Juli ist auch in Mecklenburg-Vorpommern das sogenannte Rezept für Bewegung verfügbar. Dahinter steht eine bundesweite Initiative des Deutschen Olympischen Sportbundes,......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige