Medizin

Schwere Sonnenbrände im Teenageralter erhöhen Hautkrebsrisiko

Freitag, 6. Juni 2014

Providence – Pünktlich zu Beginn des Sommers warnt eine neue Auswertung der Nurses’ Health Study II vor den Folgen des ungeschützten Sonnenbadens. Das Hautkrebsrisiko steigt einer Studie in Cancer Epidemiology, Biomarkers and Prevention (2014; doi: 10.1158/1055-9965.EPI-13-0821) zufolge vor allem bei Teenagern, die sich schwere Sonnenbrände mit Blasenbildung zugezogen haben.

Sonnenbrände bei Jugendlichen sind häufig. Von den kanpp 109.000 Teilnehmerinnen der Nurses' Health Study II konnte sich jede zehnte an fünf oder mehr Situationen im Teenageralter erinnern, in denen die Haut nach dem Sonnenbad nicht nur gerötet war, sondern sich vereinzelt Brandblasen gebildet haben. Ingesamt 7.000 Teilnehmerinnen sind inzwischen an einem Basaliom erkrankt, bei 880 wurde ein Spinaliom und bei 780 sogar ein Melanom diagnostiziert.

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Für alle drei Hautkrebsformen ermittelte Abrar Qureshi von der Brown University in Providence/Rhode Island eine signifikante Assoziation mit häufigen Hautverbrennungen im Alter von 15 bis 20 Jahren. Beim Basaliom und beim Spinaliom stieg das Risiko ab fünf schweren Sonnenbränden um jeweils 68 Prozent. Für das Basaliom ermittelt Qureshi sogar ein um 80 Prozent erhöhtes relatives Risiko.

Auch im Erwachsenenalter steigt mit der kumulativen UV-Dosis das Hautkrebsrisiko. Personen im oberen Fünftel der Exposition erkrankten laut Qureshi 2,35-mal häufiger am Basaliom und 2,53-mal häufiger am Spinaliom. Für das Melanom war kein erhöhtes Risiko nachweisbar. © rme/aerzteblatt.de

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