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Nanotechnologie auch in der Medizin auf dem Vormarsch

Dienstag, 10. Juni 2014

Berlin – Die Bedeutung der Nanotechnologie für Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland nimmt weiter zu. Dabei kann sich die deutsche Industrie trotz verstärkter Konkurrenz aus Fernost auf einem internationalen Spitzenplatz behaupten. Das berichtet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im neuen „nano.DE-Report“.

Für den Report hat die VDI Technologiezentrum GmbH im Auftrag des BMBF rund 2.000 in der Nanotechnologie aktive Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Deutsch­land befragt.

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Die Ergebnisse zeigen, dass die Industrie nanotechnologisches Know-how als essenziell einschätzt, um bestehende Produkte und Technologien besser, effizienter und nach­haltiger zu gestalten. Aktuell basieren rund 70.000 industrielle Arbeitsplätze in Deutschland auf der Anwendung der Nanotechnologie.

Nanotechnologische Produkte haben in der Medizin laut dem Report bereits jetzt eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung. Der weltweite Umsatz mit derartigen Produkten habe im Jahr 2011 rund 43 Milliarden Dollar betragen. Bis 2016 soll er sich mehr als verdoppeln.

In der pharmazeutischen Anwendung schon länger etabliert seien Verfahren zur Verbesserung der Aufnahme und Bioverfügbarkeit von Wirkstoffen, zum Beispiel durch die Verkapselung mit Liposomen und Polymeren, die Vergrößerung der Oberfläche der Wirkstoffe durch Mahl- und Emulgierverfahren oder die chemische Anbindung von Polyethylenglycol an Proteinwirkstoffe (PEGylierung).

In der Medizintechnik finden sich kommerzielle Produkte laut dem Report überwiegend in den Bereichen In-vitro- und In-vivo-Diagnostik, Knochenersatzmaterialien oder nanobeschichteten Geräten und medizinischer Aus­rüstung.

Zu berücksichtigen sei auch das Potenzial nanotechnologischer Verfahren und Analysetechniken in der biomedizinischen Grundlagenforschung. „Hieraus ergeben sich wichtige Erkenntnisse zur Aufklärung von Krankheitsursachen und -mechanismen, die künftig wesentlich zur Entwicklung neuartiger Diagnose- und Therapieverfahren beitragen können“, heißt es in dem Report. © hil/aerzteblatt.de

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