Politik

Viele Patienten möchten bei Therapie stärker mitentscheiden

Freitag, 20. Juni 2014

Gütersloh – Viele Patienten wünschen sich, dass Ärzte sie bei Therapieentscheidungen stärker einbinden. Das berichten die Bertelsmann Stiftung und die Krankenkasse Barmer GEK im Rahmen des sogenannten Gesundheitsmonitors. Stiftung und Kasse haben dafür rund 12.800 Patienten befragt. Danach wünschen sich 55 Prozent der Patienten, dass Ärzte sie in die Wahl zwischen verschiedenen Therapiealternativen einbeziehen. 58 Prozent der Befragten verneinen, dass dies geschieht. Die Befragung ergab zudem, dass sich 95 Prozent der Patienten mehr Informationen von ihrem Arzt über die Vor- und Nachteile einer Therapie wünschen.

Brigitte Mohn, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, fordert, die Potenziale der partner­schaftlichen Entscheidungsfindung von Arzt und Patient stärker zu nutzen. „Für diese positiven Entwicklungen muss die Beteiligung des Patienten allerdings langfristig angelegt sein“, sagte sie.

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„Ärzte sollten mögliche Behandlungsoptionen von sich aus aufzeigen. Außerdem empfehlen wir den Patienten, aktiv auf die Ärzte zuzugehen, wenn sie über die Art der Behandlung unsicher sind und weiteren Rat benötigen“, sagte Rolf-Ulrich Schlenker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Barmer Gek. Das Aufzeigen von Therapiealternativen stärke die Arzt- Patientenkommunikation und könne sich positiv auf den Behandlungserfolg auswirken, so der Kassen-Vize.  

Der „Gesundheitsmonitor“ analysiert seit über zehn Jahren Entwicklungen in der Gesundheitsversorgung. Bis heute wurden über 75.000 Versicherte und mehr als 2.500 Ärzte zu rund 180 gesundheitspolitisch relevanten Themen befragt. © hil/aerzteblatt.de

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