Ärzteschaft

Assistenzpersonal im OP muss erstklassig ausgebildet sein

Donnerstag, 3. Juli 2014

Berlin – Bei der Diskussion um die Delegation von Leistungen an Assistenzberufe hat die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) gemahnt, nicht nur die Aufgaben für die Pflege und andere Bereiche genau zu definieren, sondern auch die Qualität der dafür notwendigen Ausbildung sicherzustellen.

Laut der Fachgesellschaft trifft der Nachwuchsmangel in der Medizin die Chirurgie besonders hart. „Nicht-ärztliches Fachpersonal kann auch im OP dazu beitragen, diese Lücken zu schließen, indem es genau definierte Bereiche übernimmt und damit den behandelnden Operateur entlastet“, sagte der Generalsekretär der DGCH, Hans-Joachim Meyer.

Anzeige

Schon heute erfüllten Assistenzpersonal und Pflegekräfte verschiedene Aufgaben rund um eine Operation und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung in der Chirurgie: OP-Assistenten überprüften Unterlagen und Patienteninformationen, bereiteten Patienten für die Operation vor und assistierten beim Eingriff selbst. „Chirur­gische Teams müssen absolut reibungslos arbeiten und perfekt kooperieren, hier ist chirurgisches Assistenzpersonal unverzichtbar“, bestätigte auch der DGCH-Präsident Peter Vogt von der Medizinischen Hochschule Hannover.

Der Koalitionsvertrag gebe dem Thema weiteres Gewicht: Danach soll der Einsatz von nicht-ärztlichen Gesundheitsberufen flächendeckend möglich und leistungsgerecht vergütet werden. „Doch ärztliche Aufgaben und Handgriffe und vor allem rechtliche Verantwortung und Haftung lassen sich nur übertragen, wenn auch die nicht-ärztlichen Mitarbeiter in den OP-Teams ausgezeichnet qualifiziert sind“, betonen Meyer und Vogt.

Dabei stelle sich zum Beispiel die Frage, wer wen, wie lange und in welchen Einrichtungen ausbilde. Zudem müsse klar benannt sein, wer welche Aufgaben übernehme. Denn eine Substitution chirurgischer Eingriffe, selbst kleiner Operationen, sei keine Lösung. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Ärzteschaft

Nachrichten zum Thema

21.12.15
Stuttgart – Auf zukunftsorientierte Teamstrukturen im Rahmen ihrer Haus- und Facharztverträge haben der Medi-Verbund in Baden-Württemberg und der Hausärzteverband des Landes hingewiesen. Im Augenblick......
27.10.15
Berlin – Die sogenannten entlastenden Versorgungsassistentinnen für neuropsychiatrische Praxen (EVA-NP) bewähren sich. Das zeigt ein Projekt der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe und......
11.08.15
Stuttgart – Kardiologen und Gastroenterologen in Baden-Württemberg können im Rahmen der Facharztverträge von AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK jetzt ebenfalls sogenannte „Entlastungsassistentinnen......
15.05.15
Frankfurt am Main - Der Deutsche Ärztetag in Frankfurt hat die Pläne der Bundesregierung für einen Direktzugang von Patienten zu Physiotherapeuten abgelehnt. „Die Stellung einer korrekten Diagnose ist......
23.02.15
Berlin – Ein schwarzes J auf den Namenschildchen für die Juristen, ein rotes M für die Mediziner unter den Teilnehmern des 44. Symposiums für Juristen und Ärzte in der Kaiserin Friedrich-Stiftung in......
01.12.14
Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat auf Kritik am neuen Hausarzt-Kapitel im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) reagiert. „Mit den Änderungen wollten wir Hausärzte entlasten,......
28.11.14
KBV verteidigt die Förderung nichtärztlicher Praxisassistenten
Berlin – Als „große Neuerung“ hat Regina Feldmann aus dem Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) die bundesweite Förderung nichtärztlicher Praxisassistenten bezeichnet. Damit sei der......

Fachgebiet

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige