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Pflegeeinrichtungen werden familienfreundlicher

Freitag, 11. Juli 2014

Berlin – Pflegeeinrichtungen setzen zunehmend auf Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Damit wollen sie dem Fachkräftemangel begegnen. Dies bestätigen Ergebnisse einer bundesweiten Befragung unter rund 350 Pflegeeinrichtungen, die der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), der DIHK Berlin und das Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“ sowie die Universität Kiel durchgeführt haben.

„Die Studie zeigt, dass das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei den Pflegediensten und Einrichtungen angekommen ist und dass diese viel unternehmen, um ihren  Mitarbeitern eine familienfreundliche Arbeit zu ermöglichen. Dennoch gibt es noch Potenzial“, sagte bpa-Geschäftsführer Bernd Tews. So können über 80 Prozent der befragten Einrichtungen offene Stellen nicht sofort besetzen, bei der Hälfte dauert dies oft länger als sechs Monate. Besonders hart sind davon mittelständische und kleine Träger betroffen.

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Bei der KInderbetreuung besteht Nachhholbedarf
Laut Befragung haben die Einrichtungen bei der familienbewussten Arbeitszeitgestaltung bereits viel getan. So bieten beispielsweise knapp zwei Drittel der Befragten speziell auf Eltern abgestimmte Arbeitszeitmodelle. Nachholbedarf sieht der bpa hingegen bei der Kinderbetreuung. „Zwar unterstützen 70 Prozent der Einrichtungen ihre zumeist weib­lichen Beschäftigten speziell beim Wiedereinstieg und rund ein Drittel bei der Kinder­betreuung“, verwies Sofie Geisel, Projektleiterin beim Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“. „Doch immerhin 60 Prozent gaben an, dass ihnen Förderprogramme oder entsprechende Unterstützungsmöglichkeiten bei der Kinderbetreuung gar nicht bekannt sind.“

Gesicherte Betreuung erhöht Arbeitszufriedenheit
Dass Vereinbarkeitsangebote Beschäftigte binden, spiegelt sich den Studienautoren zufolge unter anderem darin wider, dass fast 80 Prozent der Befragten einen positiven Zusammenhang zwischen gesicherter Betreuung und Arbeitszufriedenheit sehen. 54 Prozent waren zudem der Meinung, dass familienfreundliche Aktivitäten die Produktivität der Beschäftigten erhöhen.

Ein Drittel verwies darüber hinaus auf handfeste wirtschaftliche Vorteile, beispielsweise kürzere Elternzeiten oder weniger Fluktuation. „Wir werden unsere Einrichtungen und Dienste in Zukunft noch stärker dabei unterstützen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern“, kündigt Bernd Tews an. Dazu wollen das Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“ und der bpa ihre Zusammenarbeit ausbauen. © hil/aerzteblatt.de

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