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Verordnungen von MS-Medikamenten an Privatpatienten verdoppelt

Dienstag, 15. Juli 2014

Köln – Von 2007 bis 2012 hat sich die Zahl der Verordnungen von Medikamenten zur Behandlung der multiplen Sklerose (MS) in der privaten Krankenversicherung (PKV) mehr als verdoppelt. Das berichtet das Wissenschaftliche Institut der PKV (WIP). Grund dafür sei vor allem die steigende Zahl an MS-Patienten infolge der verbesserten Diagnoseverfahren und des daraus resultierenden früheren Behandlungsbeginns. Außerdem böten neuere MS-Medikamenten zusätzliche Therapieoption gegenüber älteren Präparaten.

Die Studie des WIP zeigt außerdem, dass Frauen nicht nur ein etwa 2,3fach höheres Risiko haben als Männer, an MS zu erkranken. Bei Frauen ließen sich zudem vor allem im jungen Erwachsenenalter bereits überdurchschnittlich viele MS-Erkrankungen feststellen. Dagegen wiesen die ausgewerteten Daten bei Männern auf einen etwas späteren Krankheitsbeginn hin.

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Laut dem WIP sind die Verordnungsdaten auch ein Abbild des Krankheitsverlaufes bei vielen Patienten: MS ist weiterhin nicht heilbar. Bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf nehmen die Möglichkeiten der medikamentösen Behandlung laut dem Institut ab. So zeigen auch die Daten ab dem 46. bis 50. Lebensjahr bei Frauen und dem 51. bis 55. Lebensjahr Männer einen starken Rückgang der Zahl der Patienten, die noch eine medikamentöse MS-Therapie erhalten. © hil/aerzteblatt.de

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