Politik

Ärzte und Hebammen fordern solidarische Absicherung des Geburtsrisikos

Montag, 21. Juli 2014

Freiburg/Stuttgart – Das Versicherungsrisiko einer Geburt nicht länger dem einzelnen Frauenarzt und der einzelnen Hebamme zuzuordnen, sondern auf weitere Schultern zu verteilen, fordern Ärzte und Hebammen in der sogenannten Freiburger Erklärung zur natürlichen Geburt.

„Die Stärkung der natürlichen Geburt erfordert mehr Zeit und Personal für die Frauen – vor, während und nach der Geburt. Allerdings führt die dramatische Entwicklung der Versicherungsprämien in der Geburtshilfe aktuell zu einer massiven Personal­ver­knappung“, kritisieren darin der Berufsverband der Frauenärzte, Landesverband Baden-Württemberg und der Hebammenverband Baden-Württemberg. Grund für die immer höheren Prämien sei, dass die einzelnen Schadenssummen enorm gestiegen seien. Gehäuft hätten sich die Schadensfälle hingegen nicht.

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„Eine Möglichkeit, das Versicherungsrisiko breiter zu verteilen, wäre zum Beispiel eine solidarisch finanzierte Geburtsversicherung“, erläuterte ein Sprecher der Landesärzte­kammer Baden-Württemberg gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt. Damit würde nicht nur dem Solidargedanken Rechnung getragen. Es würde vielmehr auch deutlich, dass im Schadensfall die gesamte Gesellschaft die Folgen zu tragen habe.

Die „Freiburger Erklärung“ ist im Rahmen der „Kampagne zur Stärkung der natürlichen Geburt“ entstanden. Sie ist eine Aktion des Sozialministeriums Baden-Württemberg mit den Fraktionen des Landtags Baden-Württemberg, dem Berufsverband der Frauen­ärzte, Landesverband Baden-Württemberg, dem Hebammenverband Baden-Württemberg, der Landesärztekammer Baden-Württemberg, der Baden-Württem­bergischen Krankenhaus­gesellschaft und der Techniker Krankenkasse Landesvertretung Baden-Württemberg. © hil/aerzteblatt.de

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