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Zahl der Adipösen könnte bis 2030 um 80 Prozent steigen

Mittwoch, 23. Juli 2014

München – Vor einer gewaltigen Zunahme von Adipositaskranken in den kommenden 15 Jahren warnt das Kompetenznetz Adipositas. Es bezieht sich dabei auf Zahlen des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels. Anhand der Simulation sechs verschiedener Szenarien ermittelten die Epidemiologen, wie sich die Zahlen leicht übergewichtiger und fettleibiger Menschen bis zum Jahr 2030 entwickeln werden.

Dabei konzentrierten sie ihre Analyse auf die Gruppe der über 50-Jährigen. Die For­scher kommen zu dem Ergebnis, dass die Zahl der über 50-Jährigen mit Adipositas bis 2030 um 80 Prozent zunehmen wird, sofern sich der Anstieg im gleichen Tempo wie zwischen 1999 und 2009 fortsetzt. Selbst wenn sich der Anstieg um 75 Prozent verlangsamt, wird es 2030 laut der Analyse noch immer 30 Prozent mehr Menschen mit Adipositas im Vergleich zu 2009 geben.

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„Im europaweiten Vergleich steht Deutschland damit gar nicht gut da. Bei den über 50-Jährigen mit Adipositas rangiert Deutschland an zweiter Stelle hinter Spanien“, hieß es aus dem Kompetenznetz. Wenn der gegenwärtige Trend anhalte, könnte Deutschland ab 2020 das Land mit den europaweit meisten Adipösen sein.

Dietrich Monstadt, Bundestagsmitglied und Berichterstatter für Adipositas und Diabetes der CDU/CSU-Fraktion fordert daher ein „professionelles Präventionskonzept“. „Wir müssen eingreifen, bevor die Menschen krank werden. Letztlich geht es darum, die Lebensgewohnheiten einer ganzen Gesellschaft zu ändern“, so Monstadt. Außerdem sei es wichtig, die Adipositasforschung in Deutschland weiter zu fördern. © hil/aerzteblatt.de

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WFunk
am Donnerstag, 24. Juli 2014, 11:14

Adipositas

@Dietrich Monstadt: Ein erster Schritt wäre die Beschränkung der Wählbarkeit von Abgeordneten und Ministern auf einen BMI von (seien wir großzügig!) unter 30.

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