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Niedersachsen Krankenhäuser fordern höheren Landesbasisfallwert

Donnerstag, 24. Juli 2014

Hannover – Einen höheren Landesbasisfallwert für die Krankenhäuser in Niedersachsen fordert Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) zusammen mit der Nieder­sächsischen Krankenhausgesellschaft. Der Basisfallwert ist entscheidend für die Vergütung von Krankenhausleistungen. Dafür wird der Basisfallwert mit einer Bewertungsrelation aus den sogenannten DRGs multipliziert.

Dieser grundlegende Berechnungssatz pro Patient liegt in Niedersachsen bei 3.117 Euro. In anderen Bundesländern ist er höher, zum Beispiel in Rheinland-Pfalz mit 3.325 Euro. „Tatsächlich schreiben in Niedersachsen 60 bis 70 Prozent der Krankenhäuser rote Zahlen“, sagte Rundt in Hannover. Nach ihrer Auffassung gebe es für die unter­schiedliche Vergütungshöhe in den einzelnen Bundesländern keinen objektiven Grund. „Der Bund muss hier handeln und die Ungleichbehandlung beenden“, so die Ministerin.

Krankenhausleistungen: Preisunterschiede kaum erklärbar

Eine Studie hat die Ursachen der unterschiedlichen Preisniveaus für Krankenhausleistungen in den Bundesländern untersucht: Zwei Drittel der Variationen sind auf historisch bedingte, ökonomisch nicht begründbare Unterschiede zurückzuführen.

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Bei dem Pressegespräch der Ministerin und der Krankenhausgesellschaft äußerte sich auch Rolf Weiß, Vorsitzender der Landesgruppe Bremen/Niedersachsen des Bundes­verbandes Pflegemanagement: „Seit 35 Jahren bin ich in der Pflege tätig – die Verweildauer hat sich mehr als halbiert, die Fallzahlen haben sich gesteigert, das Personal hat sich um ein Drittel reduziert.

Arbeitsverdichtung, Zeitnot und Stress sind die Folge“, sagte er und betonte: „Die Pflegenden arbeiten professionell, wenn wir denn die Möglichkeit dazu bekommen. Prophylaxen, Mobilisation und Betreuung in besonderen Situationen sind unsere Profession. Die aktuellen Rahmenbedingungen lassen nichts davon zu!“ © hil/aerzteblatt.de

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