6.190 News Vermischtes

Vermischtes

Ausgaben des Bundes für Beamten-Beihilfe seit 1994 fast verdoppelt

Dienstag, 29. Juli 2014

Berlin – Die Ausgaben des Bundes für die Krankenversicherung seiner Beamten haben sich in den vergangenen 20 Jahren fast verdoppelt. Während 1994 für die Beihilfe zur Krankenversicherung noch 720 Millionen Euro ausgegeben wurden, waren es 2013 schon mehr als 1,4 Milliarden Euro, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag hervorgeht.

Den Angaben der Bundesregierung zufolge ist das starke Wachstum bei der Beihilfe im Wesentlichen auf die Ausgaben für die Pensionäre zurückzuführen.  Die Beihilfe-Aufwendungen stiegen hier von 460 Millionen Euro 1995 auf 1,1 Milliarden Euro 2013. Über die Regierungsantwort hatte zunächst die Berliner Zeitung vom Dienstag berichtet. 

Anzeige

Die Grünen-Gesundheitsexpertin Maria Klein-Schmeink warf der Bundesregierung vor, ihren Beamten den Weg in die gesetzliche Krankenversicherung zu verbauen und die Staatsdiener dadurch in die Privatversicherung zu zwingen. Beamte, die sich für die gesetzliche Krankenversicherung entschieden, würden massiv benachteiligt. Sie müssten den Beitrag vollständig selbst tragen, bekämen Beihilfe nur in Ausnahmefällen und müssten auch den Arbeitgeberanteil der GKV-Beiträge übernehmen.

Die Beihilfe übernimmt anteilig Kosten für medizinische Behandlungen von Staats­dienern. Der andere Anteil wird von der zumeist privaten Krankenversicherung gedeckt. „Die Bundesregierung handelt nicht aus Fürsorge gegenüber den Beamten, sondern aus Fürsorge für die PKV“, kritisierte Klein-Schmeink. Fast die Hälfte aller PKV-Versich­erten seien Beamte. „Würde dieser stete Zustrom versiegen, sähe es zappenduster für die PKV aus.“ Klein-Schmeink äußerte die Befürchtung, dass die Beihilfe-Ausgaben des Bundes weiter steigen werden: „Experten vermuten eine Vervierfachung.“

Die Bundesregierung wies den Vorwurf der mangelnden Wahlfreiheit für die Beamten zurück. Diese „entscheiden im Rahmen ihrer Dispositionsfreiheit grundsätzlich beim Eintritt in den öffentlichen Dienst über ihr künftiges Krankenkassenverhältnis“, hieß es in der Regierungsantwort. © afp/aerzteblatt.de

Drucken Versenden Teilen
6.190 News Vermischtes

Nachrichten zum Thema

17.07.14
Karlsruhe – Private Krankenversicherungen können nicht verpflichtet werden, Sozialhilfeempfänger in ihren Basistarif aufzunehmen. Die Betroffenen haben keinen generellen Anspruch auf solch eine...
04.06.14
Berlin – Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) hat erklärt, die Verhandlungen mit der Bundesärztekammer (BÄK) zur Neuordnung der Amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) seien...
06.05.14
Koblenz – Der Debeka Krankenversicherungsverein a.G. hat 2013 rund 77.700 neue Vollversicherungen abgeschlossen. Ende des Jahres waren rund 2,24 Millionen Menschen über die Kasse privat...
29.04.14
DKV: Weniger Vollversicherte, mehr Leistungen in vielen Tarifen
Köln – Bei der DKV Deutsche Krankenversicherung AG waren im Jahr 2013 rund 25.000 Menschen weniger krankheitskostenvollversichert als im Jahr zuvor: Die Zahl der Vollversicherten sank von 882.000 auf...
16.04.14
Berlin – Entgegen anderslautenden Berichten scheinen die Mitglieder der Privaten Krankenversicherung mit ihrer Kasse grundsätzlich zufrieden zu sein. Das legt der Tätigkeitsbericht 2013 des...
03.04.14
Berlin – Mehr als ein Fünftel der gesetzlich Krankenversicherten hat einer Studie zufolge eine Zusatzversicherung. Verfügten im Jahr 2000 rund zehn Prozent der Versicherten über eine private...
12.03.14
Berlin – Das Geschäft mit privaten Zusatzversicherungen boomt. Darauf hat der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) heute hingewiesen. Demnach stieg die Zahl entsprechender Zusatzverträge bei...

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Mehr zum Thema


Themen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Login

E-Mail

Passwort


Passwort vergessen?

Registrieren

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Merkliste

Anzeige
Eingeloggt als

Suchen in