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Aortenklappenersatz für viele Patienten ein Erfolg

Dienstag, 19. August 2014

Leipzig – 80 Prozent aller Patienten, die einen Aortenklappenersatz erhalten, sind ein Jahr nach der Operation in einem gleichen oder besseren gesundheitlichen Zustand und damit zufrieden. Die Arbeitsgruppe um Friedrich Mohr am Leipziger Herzzentrum berich­tet dies im European Journal of Cardio-Thoracic Surgery (http://dx.doi.org/10.1093/ejcts/ezu290).

Aortenklappenstenosen sind der häufigste Herzklappendefekt des alten Menschen. Der interventionelle Aortenklappenersatz ist die Therapieoption, welche langfristig die Herz­funktion erhalten kann. Die Operation stellt hierbei den Goldstandard dar. Gerade in den letzten Jahren etabliert sich jedoch immer häufiger die interventionelle, kathetergestützte Aortenklappenimplantation (TAVI). Sie ist besonders für Patienten mit höherem Opera­tions­risiko geeignet. Die Wissenschaftler hatten im Rahmen ihrer Studie unter anderem die Gelegenheit, die Erfolgsraten der beiden Interventionen zu vergleichen.

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Die Forscher verwendeten Daten der GARY (German Aortic Valve Registry), welche die Daten von 13.860 deutschen Patienten erfasste, bei denen 2011 die Aortenklappen entweder operativ oder kathetergestützt ersetzt wurde. Die Eingriffe wurden an 78 deutschen Zentren durchgeführt. Die Forscher untersuchten Gesundheit und Mortalität der Teilnehmer ein Jahr nach der Operation. Durch schriftliche und telefonische Inter­views hatten die Wissenschaftler außerdem die Möglichkeit, die Lebensqualität der Teilnehmer nach der Intervention zu beurteilen.

In der Gruppe der konventionell Operierten betrug die Einjahres-Mortalität 6,7 Prozent, beziehungsweise elf Prozent, wenn zusätzlich Bypässe für die Koronararterien gelegt wurden. Im Vergleich dazu betrug die Einjahres-Mortalität bei transvaskulären TAVIs 20,7 Prozent und 28 Prozent bei transapikalen TAVIs. Hierbei sollte jedoch berücksichtigt werden, dass eine TAVI vor allem für schwerer erkrankte Patienten infrage kommt. Die Arbeitsgruppe verglich daher die Mortalität in vier verschiedenen Risikogruppen und stellte fest, dass das Mortalitätsrisiko innerhalb der Risikogruppe gleich war, unabhängig von der angewandten Methode.

Bei Betrachtung aller Patienten stellten die Forscher außerdem fest, dass mehr als 80 Prozent der befragten Patienten ein Jahr nach der Intervention in einem gleich oder besseren gesundheitlichen Zustand waren und sich zufrieden mit dem Ergebnis zeigten.

Die Forscher meinen, dass die Operation in der überwiegenden Mehrzahl gute Ergeb­nisse erzielt und die kathetergestützte Interventionen für immer mehr Patienten eine Alternative darstellt. Die Arbeitsgruppe möchte in den kommenden Jahren die Patienten weiter beobachten, um dann auch Aussagen über die Langzeitergebnisse zu treffen. © hil/aerzteblatt.de

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