Ärzteschaft

Ärzte verordnen fast 70 Prozent Generika

Donnerstag, 21. August 2014

Waldems-Esch – Im ersten Halbjahr 2014 waren 68,9 Prozent aller Verordnungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung Generika inklusive der sogenannten Biosimilars. Im Vorjahreszeitraum lag ihr Anteil bei 68,6 Prozent. 2011 war der Gene­rikaanteil noch drei Prozentpunkte niedriger. Das berichtet der Statistikdienstleister Insight Health. Danach verlieren Altoriginale weiter an Bedeutung. 2014 hätten Ärzte bislang lediglich jede zehnte Verordnung für ein ehemals patentgeschütztes Präparat ausgestellt.

In den ersten sechs Monaten diesen Jahres haben Ärzte laut Insight Health mit 347,7 Millionen Packungen nahezu das gleiche Volumen wie im Vorjahr verordnet. Die Menge der Einzeldosen nahm aber zu. Aktuell wurden 22,9 Milliarden Einzeldosen rezeptiert, nach 22,4 Milliarden in 2013. Vor vier Jahren lag dieser Wert noch bei 21,6 Milliarden Einzeldosen.

Anzeige

Mit einem unveränderten Anteil von 50,2 Prozent an den GKV-Gesamtverordnungen sind die Allgemeinärzte die mit Abstand stärkste Verordnergruppe. Es folgen die haus- und fachärztlich tätigen Internisten mit einem leicht erhöhten Anteil auf knapp 24 Prozent (Vorjahr: 23,2 Prozent).

Wegen der ausbleibenden Erkältungswelle gingen laut den Insight-Health-Statistiken die Verordnungen von Antibiotika, den Husten- und Erkältungsmitteln, sowie den Rhinologika um knapp 5,5 Millionen auf 32,2 Millionen zurück. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Ärzteschaft

Nachrichten zum Thema

27.05.16
Offenheit und Wertschätzung sind die Basis für hohe Therapietreue
Düsseldorf – Etwa 30 Prozent der Patienten, darunter selbst lebensbedrohlich Erkrankte, nehmen ihre Medikamente nicht oder nicht in der von ihrem Arzt verordneten Weise. Das betonte der Vorsitzende......
23.05.16
Jeder dritte AOK-Versicherte ist ein Kandidat für den Medikationsplan
Berlin – Der sogenannte Medikationsplan, der ab Oktober dieses Jahres allen Versicherten zur Verfügung stehen soll, die mindestens drei verordnete Medikamente gleichzeitig anwenden, ist ein Projekt......
02.05.16
Medikationsplan für Patienten rückt näher
Berlin – Fortschritte auf dem Weg zu einem bundeseinheitlichen Medikationsplan für Patienten, die mindestens drei verordnete Medikamente gleichzeitig anwenden, melden die Kassenärztliche......
22.04.16
G-BA erweitert Substitutions­ausschluss-Liste
Berlin – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat eine zweite Tranche Arzneimittel festgelegt, die von den Apotheken generell nicht durch ein wirkstoffgleiches Produkt ersetzt werden dürfen. Die......
20.04.16
Köln - Der ab 1. Oktober 2016 gültige Anspruch von GKV-Versicherten auf einen Medikationsplan (§ 31 a SGB V) soll mehr Arzneimitteltherapiesicherheit schaffen. Darüber hinaus soll er helfen,......
30.03.16
Ärzte ohne Grenzen: Indien muss „Apotheke der Armen“ bleiben
Berlin – Ärzte ohne Grenzen möchte auch künftig den Zugang zu günstigen Medikamente aus Indien erhalten. Das Hilfswerk appellierte daher am Mittwoch angesichts eines Treffens zwischen der Europäischen......
24.03.16
Düsseldorf – Patienteninformationen sollten den Medikationsplan begleiten, auf den gesetzlich Versicherte mit mindestens drei parallel verordneten Arzneimitteln ab Anfang Oktober Anspruch haben.......

Fachgebiet

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige