Vermischtes

Sportwetten haben großen Suchtfaktor

Donnerstag, 11. September 2014

München – Sportwetten bergen nach Ansicht von Experten ein hohes Suchtrisiko. „Vor allem für junge Männer sind sie faszinierend und gefährlich“, erklärte der Geschäfts­führer der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG), Konrad Landgraf, heute in München.

Inzwischen gebe es mehr als 200 Wettbüros im Freistaat. Nach erfolgter Lizenzvergabe werden es laut LSG bis zu 400 sein. In der Landesstelle wird daher befürchtet, dass die Zahl krankhafter Glücksspieler in Bayern von derzeit rund 28.000 Menschen steigen wird. Weitere 34.000 Personen zeigten bereits ein problematisches Spielverhalten.

Anzeige

Am 25. September findet ein bundesweiter Aktionstag gegen Glücksspielsucht statt, an dem sich auch die LSG mit Aktionen in 13 bayerischen Städten beteiligt. Die Sucht bedeutet Landgraf zufolge häufig „den wirtschaftlichen Ruin ganzer Familien“. Im Schnitt habe jeder Spieler rund 24.000 Euro Schulden.

Die Landesstelle Glücksspielsucht koordiniert bayernweit Prävention, Forschung, Beratung und Hilfe. Sie besteht seit Juni 2008 und wird vom bayerischen Gesund­heitsministerium finanziert. Zu ihren Kooperationen zählen auch die freien Wohl­fahrtsverbände. © kna/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Vermischtes

Nachrichten zum Thema

05.09.16
Onlinesucht wird oft erst sehr spät erkannt
Berlin – Auf das zunehmende Problem der Onlinesucht weisen Ärzte und Suchtexperten auf dem heute beginnenden Deutschen Suchtkongress 2016 in Berlin hin. „Jugendliche kommen immer früher in Kontakt mit......
15.08.16
Bochum – Die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum hat eine Online-Ambulanz für Internetsüchtige gegründet. Sie soll Betroffenen in Zukunft den Zugang zur......
27.06.16
Neue App gegen Glücksspielsucht
München/Köln – Eine neue Smartphone-Applikation (App) „PlayOff“ zur Prävention von Glücksspielsucht hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) gemeinsam mit der Landesstelle Glücksspielsucht......
05.02.16
Neues Beratungsangebot zum Onlineverhalten Jugendlicher
Berlin/Köln – Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet Eltern und Multiplikatoren ein neues Unterstützungsangebot: die Beratung per E-Mail zur intensiven Internetnutzung via......
06.01.16
Computerspielsucht könnte Hyperkonnektivität des Gehirns fördern
Seoul – Das exzessive Spielen von Computerspielen könnte die sogenannte neuronale Konnektivität des Gehirns maßgeblich verstärken. Das dies nicht nur von Vorteil ist, berichten Wissenschaftler der......
03.01.16
Hamburg – Die Bundesregierung plant eine Initiative zur Bekämpfung von Internetsucht. „Das Ziel muss ein maßvoller Umgang und eine gesunde 'Online-Offline-Balance' mit den neuen Medien sein“, heißt es......
30.11.15
Fünf Prozent der Kinder und Jugendlichen leiden an den pathologischen Folgen übermäßiger Internetnutzung
Berlin - Jedes fünfte Kind oder Jugendlicher reagiert ruhelos und gereizt auf Online-Einschränkungen. Elf Prozent der 12- bis 17-Jährigen haben mehrfach erfolglos versucht, ihre Internetnutzung in den......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige