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Hundert Gene des Prostatakarzinoms

Montag, 15. September 2014

London – Die jüngste genomweite Assoziationsstudie (GWAS) steigert die Zahl der Genvarianten, die mit einem Prostatakarzinom assoziiert sind auf genau einhundert. Alle zusammen erklären laut der Publikation in Nature Genetics (2014; doi:10.1038/ng.3094) ein Drittel des familiären Risikos.

Bis zu einem Zehntel aller Prostatakrebserkrankungen treten familiär gehäuft auf. Das Risiko verdoppelt sich, wenn der Vater oder ein Bruder erkrankt sind. Es vervierfacht sich, wenn der Krebs bei Verwandten ersten Grades vor dem 60. Lebensjahr diagnos­

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Bislang ist es nicht möglich, das Risiko durch einen Gentest weiter einzuschränken. Ein Team um Ros Eeles vom Institute of Cancer Research in London hofft, dass dies in absehbarer Zeit möglich ist. Ihre GWAS, die die Gene von 43.000 am Prostatakrebs erkrankten Männern mit der gleichen Zahl von Kontrollen verglich, steigerte die Zahl der bekannten Risikogene auf 100. Alle zusammen erklären etwa 33 Prozent des familiären Risikos.

Das Risiko steigt mit der Zahl der Risikogene. Das oberste Zehntel der Männer hat laut den Berechnungen von Eeles ein um den Faktor 2,9 erhöhtes Risiko, bei dem obersten ein Prozent ist das Risiko sogar um den Faktor 5,7 erhöht. Ob diese Zahlen – einmal abgesehen von dem Aufwand und den Kosten – einen Test sinnvoll machen, ist unklar. Die Forscher kündigten zunächst eine Studie an 5.000 Patienten mit Prostatakrebs an. Bei ihnen soll der Test durchgeführt werden, um die Auswirkungen auf die Prognose zu untersuchen. © rme/aerzteblatt.de

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