Ärzteschaft

Weltkindertag: Bessere Gesundheits­versorgung gefordert

Freitag, 19. September 2014

Köln ­– Die Gesundheitsversorgung vieler Kinder und Jugendlicher in Deutschland müsse deutlich verbessert werden, fordert Manfred Gahr, Generalsekretär der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ). Denn die Gesundheit der Kinder hänge auffallend oft vom sozioökonomischen Status und dem Pass der Eltern ab. „Dies ist ein Skandal und muss sich ändern“, fordert Gahr.

Wie durch die KiGGS-Studie bekannt, häuften sich bei ärmeren Kindern und Jugendlichen Risikofaktoren wie Rauchen, Passivrauchen, Bewegungsmangel und Übergewicht. Auch psychische Störungen kämen bei diesen Kindern doppelt so häufig vor. Die DAKJ fordert deshalb, dass die Benachteiligung von Kindern aus einkommensschwachen Familien, die sich in schlechterer Bildung, Versorgung und Gesundheit niederschlage, ein Ende hat.

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Es müsse ein ausreichend finanziertes Präventionsgesetz verabschiedet werden, das Kinder und Jugendliche entsprechend berücksichtige.

Außerdem gelte es, Flüchtlingskinder besser gesundheitlich zu versorgen. „Es ist traurig, wenn in einem reichen Land wie Deutschland von Kriegen stark traumatisierte Flüchtlings­kinder keine Therapie erhalten, ihnen wichtige Impfungen fehlen, schadhafte Zähne nicht behandelt werden und vieles mehr“, so Gahr.

Die Deutsche Kinderhospizstiftung erinnert anlässlich des Weltkindertages daran, dass auch Kinder, die sterben werden, Rechte haben und dass es besonderer Aufmerksamkeit und Unterstützung bedarf, um diese Rechte wahrzunehmen. Die Deutsche Kinderhospizstiftung fordert deshalb Projekte, die Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzender Erkrankung „an der Fülle des Lebens teilhaben lassen“. Ein Beispiel für solche geförderte Projekte seien die Ferienbegegnungen des Deutschen Kinderhospizvereins in Olpe. © Kli/aerzteblatt.de

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