Vermischtes

Jedes Jahr zehn Millionen Fehltage durch Arthrosen

Donnerstag, 25. September 2014

Berlin – Arthrosen verursachen in Deutschland zu viele Arbeitsausfälle. Das kritisieren Orthopäden und Unfallchirurgen. „Jährlich gehen 70.000 verlorene Erwerbstätigkeits­jahre und zehn Millionen Arbeitsunfähigkeitstage auf das Konto der häufigsten Gelenkerkrankung Arthrose“, sagte Johannes Flechtenmacher, Präsident des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU). Dabei sei die häufigste Ursache die Kniegelenksarthrose.

Anzeige

Sieben Milliarden direkte Krankheitskosten
Zusätzlich zu diesen Ausfällen verursachten Arthrosen jedes Jahr mehr als sieben Milliarden Euro direkte Krankheitskosten. Um Betroffenen ein längeres Berufsleben zu ermöglichen, sei es besonders wichtig, Risiko-Patienten schnell zu identifizieren und ihnen eine geeignete, auf ihren Lebensstil angepasste Therapie anzubieten, so Flechtenmacher.

„Nur der frühe Einsatz einer Kombination aus medikamentösen sowie nicht-medika­mentösen Therapieverfahren gewährleistet, dass akute Beschwerden seltener auftreten und Patienten so wenig wie möglich in ihrem Alltag und Berufsleben eingeschränkt sind“, betonte der Kongresspräsident.

Beratung des Patienten ist der entscheidende Faktor
Flechtenmacher wies daraufhin, dass der wichtigste Aspekt für den Therapieerfolg die Beratung des Patienten sei. „Der behandelnde Arzt muss den Patienten umfassend informieren – über die Erkrankung, ihren möglichen Verlauf, die Medikation und über Möglichkeiten, selbst Einfluss auf den Krankheitsverlauf nehmen zu können“, fordert Flechtenmacher.

Um Schmerzen und Immobilität zu reduzieren, empfehlen Orthopäden und Unfall­chirurgen unter anderem Physiotherapie: „Gezieltes Training stärkt die Muskulatur um das von Arthrose geschädigte Gelenk. Das erhält die Beweglichkeit“, erklärte Johannes Stöve, Chefarzt der Orthopädischen und Unfallchirurgischen Klinik am St.-Marien­krankenhaus Ludwigshafen. Zu Beginn sollte das Training unter professioneller Anleitung erfolgen. Anschließend sollten die Patienten es aber unter Eigenregie konsequent im Alltag fortsetzen. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Vermischtes

Nachrichten zum Thema

21.10.16
Knorpelzellen aus der Nase decken Schäden im Kniegelenk
Basel – Autologe Transplantate, die im Labor aus wenigen Zellen der Nasenscheidewand gezüchtet wurden, haben in einer ersten klinischen Studie im Lancet (2016; 388: 1985-94) neun von zehn Patienten......
07.06.16
Gelenkersatz an Knie und Hüfte: Fallzahlen seit 2007 stabil
Berlin – Sowohl für den Gelenkersatz der Hüfte als auch für das Knie haben die OP-Häufigkeiten bei den über 70-Jährigen seit 2007 nicht zugenommen. Regionale Unterschiede zeigen, dass vor allem in......
18.03.16
Netzwerk-Analyse: Paracetamol bei Arthroseschmerzen kaum wirksam
Bern – Paracetamol, ein wegen der fehlenden kardiovaskulären und gastrointestinalen Risiken häufig bevorzugtes Schmerzmittel, zeigt bei Patienten mit Knie- und Hüftarthrose praktisch keine Wirkung. Zu......
10.03.16
Vitamin D bei Gonarthrose ohne Vorteile
Hobart – Obwohl ein Vitamin D-Mangel ein Risikofaktor für einen Knorpelverlust im Kniegelenk ist und Menschen mit niedrigen Vitamin D-Spiegeln eher an einer Gonarthrose erkranken, hat sich eine......
30.11.15
Berlin – Ärzte können bestimmte arthroskopische Verfahren zur Behandlung einer Gonarthrose künftig nicht mehr zulasten der gesetzlichen Krankenkassen erbringen. Entsprechende Beschlüsse hat der......
22.10.15
Gonarthrose: Weniger Schmerzen, aber mehr Komplikationen nach Operation
Aalborg – Die Implantation einer Endoprothese hat in einer randomisierten klinischen Studie bei Patienten mit ausgeprägter Gonarthrose erwartungsgemäß die Schmerzen stärker gelindert und die......
30.07.15
Neue Methoden sollen Früherkennung von Arthrose verbessern
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) hat auf Möglichkeiten zur Früherkennung von Knorpelschäden hingewiesen. Häufig werde Arthrose zu spät erkannt, wenn der Verschleiß der......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige