Politik

Drei Krankenhausträger kooperieren in Osnabrück

Montag, 20. Oktober 2014

Osnabrück – Zusammenarbeit mit Modellcharakter im Krankenhausbereich in Osna­brück: Drei Krankenhäuser kooperieren im Bereich der Neurochirurgie miteinander. Die jetzt vereinbarte Zusammenarbeit zwischen der privaten Paracelsus-Klinik, dem katholischen Marienhospital und dem städtischen Klinikum habe landesweiten Modellcharakter, sagte Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) am Montag. „Das ist der Weg vom ruinösen Wettbewerb zur Kooperation.“ Sie optimiere die Versorgung der Menschen im Osnabrücker Raum.

Künftig soll die Paracelsus-Klinik die Versorgung mit Planbetten und die Notfallver­sorgung sicherstellen. Bei den beiden anderen Kliniken bleibt ebenfalls eine Notfall­abteilung. Aus Sicht der Ersatzkassen ist das Osnabrücker Modell daher nur die zweitbeste Lösung, sagte Verbandssprecher Hanno Kummer. Besser wäre es aus seiner Sicht gewesen, die Neurochirurgie an einem Standort allein zu konzentrieren.

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Dass auch die beiden anderen Häuser die Notfallversorgung behalten sollen, geschehe im Sinne der Patienten, sagte hingegen der Osnabrücker Kämmerer Thomas Fillep. Man wolle die Betroffenen nicht durch die Stadt fahren. „Dabei kommt es auf jede halbe Stunde an.“ Der Einspareffekt bestehe darin, dass die Investitionsmittel des Landes nun auf die Paracelsus-Klinik konzentriert werden könnten, sagte Rundt. Für die drei Standorte gibt es ein gemeinsames Leitungsgremium, auch bei der Weiterbildung von Personal kooperieren die drei Häuser.

Das Land will die Weiterentwicklung der Krankenhauslandschaft in Niedersachsen mit Gesprächen zwischen Kommunen und Krankenhausbetreibern in den einzelnen Regionen vorantreiben. Osnabrück sei die erste Region gewesen, in der das geschehen sei, sagte Rundt. Als nächstes solle es in der Region Hildesheim ein Ergebnis geben. Auch in der Region Hannover solle es in absehbarer Zeit solche Regionalgespräche geben. © dpa/aerzteblatt.de

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