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Schon ein Bier trübt die Nachtsicht und erhöht die Unfallgefahr

Donnerstag, 30. Oktober 2014

München – Alkohol scheint neben vielfältigen anderen Wirkungen auch direkt auf das Auge Einfluss zu nehmen und dabei die Nachtsicht zu verringern. Auf eine ent­sprechende Studie im Journal of Ophthalmology hat die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) heute hingewiesen (doi 10.1155/2014/704823). Die Fach­gesell­schaft rät daher, insbesondere vor nächtlichen Fahrten gänzlich auf alkoholische Getränke zu verzichten.

Die Wissenschaftler der Universität von Grenada, Spanien, um Jose Castro testeten Kontrastsehen und Blendempfindlichkeit von 67 Probanden vor und nach dem Verzehr unterschiedlicher Mengen Rotwein. Alle Teilnehmer schnitten nach Alkoholkonsum im Sehtest deutlich schlechter ab als im nüchternen Zustand. Der Alkohol löst laut den Autoren die äußere, leicht fettige Schicht des Tränenfilms auf, der das Auge bedeckt. Dadurch verdunsteten die wässrigen Bestandteile der Tränenflüssigkeit schneller. Dies verschlechtere das Sehvermögen bei Nacht und erhöhe die Licht- und Blend­empfindlichkeit.

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„Viele Kneipenbesucher halten sich noch für fahrtüchtig, wenn sie ein bis zwei Gläser Bier getrunken haben“, sagte Bernhard Lachenmayr, Vorsitzender der Verkehrs­kommission der DOG aus München. Nach den Ergebnissen der spanischen Studie stehe dies einmal mehr infrage. „Demzufolge können schon geringe Mengen Alkohol dazu führen, dass der Fahrer Fußgänger und Straßenschilder zu spät erkennt oder durch die Scheinwerfer entgegenkommender Autos geblendet wird“, betonte Lachenmayr. © hil/aerzteblatt.de

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