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Merkel: Grenzen am Anfang und Ende des Lebens beachten

Freitag, 31. Oktober 2014

Templin – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Rolle des christlichen Glaubens für ihr politisches Handeln hervorgehoben. Als Christin sei sie überzeugt von dem Grundsatz „Gott hat uns das Leben geschenkt, vom Anfang bis zum Ende“, sagte Merkel am Freitag im brandenburgischen Templin. Deshalb befürworte sie ein strenges Embryonenschutzgesetz und habe bei der Debatte um die Sterbehilfe Bedenken: „Ich fürchte mich davor, dass die Grenzen immer weiter verschoben werden“. Sie sei zurückhaltend, bei Fragen zum Lebensende alles bis ins Detail gesetzlich zu regeln. Die Bundeskanzlerin sprach in ihrer Heimatgemeinde zum Reformationstag über „Christsein und politisches Handeln“.

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Merkel betonte, der Glaube sei für sie in vielen gesellschaftlichen Fragen maßgeblich, die mit Gerechtigkeit, Solidarität, Krieg und Frieden zu tun hätten. Militärische Mittel könnten niemals allein einen dauerhaften Frieden sichern. Im Fall der Ukraine sei sie überzeugt: „Militärische Mittel kommen zur Lösung dieser Frage nicht in Betracht.“

Die Kanzlerin würdigte das Engagement der Deutschen für die zunehmende Zahl an Flüchtlingen: „Es gibt eine große Hilfsbereitschaft, gerade von christlichen Gemeinden, aber auch vielen Menschen im Lande, den Flüchtlingen zu helfen“, so die Bundes­kanzlerin. Sie habe keine fertigen Antworten auf die Probleme der Flüchtenden. „Wir müssen natürlich ein offenes Herz haben, aber wir können nicht alle Menschen in Not aufnehmen“, hob Merkel hervor. © kna/aerzteblatt.de

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